{"title":"Faktorielle Struktur motorischer Kompetenzen bei Grundschulkindern der ersten Klasse","authors":"E. Michel, Gina Gado","doi":"10.1026/0942-5403/a000385","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000385","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Das Wissen über die faktorielle Struktur motorischer Kompetenzen ist unter anderem für die Interventionsplanung relevant; bei distinkten Faktoren sind domänspezifische Ansätze sinnvoll. Die zugrundeliegende Struktur ist ferner für die Interpretation von Gesamt- und Subskalenwerten bedeutsam. Fragestellung: Untersucht wird, ob den Leistungen von Grundschulkindern in der motorischen Testbatterie Movement ABC-2 ( Petermann, 2015 ) die drei distinkten, interkorrelierten Faktoren Handgeschicklichkeit, Balance und Ballfertigkeiten zugrunde liegen. Methode: Die Daten von n = 123 7- bis 8-jährigen Erstklässlern wurden mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse ausgewertet. Ergebnisse: Das Originalmodell mit elf Indikatoren stellte sich für die betrachtete Stichprobe als nicht adäquat heraus. Nach Ausschluss des Indikators Mattenhüpfen 2 – besseres Bein konnte eine gute globale Passung des getrimmten dreifaktoriellen Modells mit korrelierten Faktoren nachgewiesen werden. Diskussion und Schlussfolgerung: Eine Revision einzelner Items für diese Altersgruppe scheint sinnvoll. Die Schwierigkeit des Items Mattenhüpfen 2 könnte erhöht werden, und das Item Zweihändiges Fangen könnte leicht abgeändert werden, um präzises Fangen isoliert zu erfassen. Diese Maßnahmen könnten auch dazu beitragen, das gesamte Leistungsspektrum in dieser Altersgruppe besser zu erfassen.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"69 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-07-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"73273458","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Lara Engelke, Claudia Calvano, Karoline Klingbeil, Mira Rolle, S. Winter, und Babette Renneberg
{"title":"Belastungen, positive Veränderungen und Ressourcen von Familien in der COVID-19-Pandemie","authors":"Lara Engelke, Claudia Calvano, Karoline Klingbeil, Mira Rolle, S. Winter, und Babette Renneberg","doi":"10.1026/0942-5403/a000375","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000375","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie stellten Familien vor Herausforderungen. Es fehlt an Studien, welche die umfassende Vielfalt der subjektiven Erfahrungen abbilden. Fragestellung: Ziel ist, Belastungen, positive Veränderungen und Ressourcen in Familien zu erfassen. Methode: 4 967 Eltern (87.6 % weiblich, 86.7 % mit Hochschulreife) minderjähriger Kinder (0 – 17 Jahre) nahmen an einer Online-Erhebung im August 2020 teil. Belastungen, positive Veränderungen und Ressourcen während der Pandemie wurden durch offene Fragen erfasst. Auf Basis der Freitextantworten wurde ein Kategoriensystem entwickelt und ausgewertet. Ergebnisse: Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (12 %), Sorgen um die Entwicklung der Pandemie (11 %) und eingeschränkte Betreuung und schulische Bildung (9 %) wurden am häufigsten als Belastungen genannt. Positive Veränderungen waren vermehrte Wertschätzung, Dankbarkeit und neue Einstellungen (16 %), engere Beziehungen innerhalb der Familie (13 %) und mehr Zeit mit Menschen (11 %). Wichtige Ressourcen für Familien waren das soziale Miteinander innerhalb der Familie (19 %) und positive Aktivitäten (13 %). Diskussion und Schlussfolgerung: Ansatzpunkte für familienzentrierte Präventionsmaßnahmen sind die Offenhaltung von Betreuungseinrichtungen, eine Flexibilisierung der Arbeitssituation, eine fortlaufende Aufklärung über notwendige Maßnahmen, Stärkung digitaler Unterstützungsangebote einschließlich der Verbesserung der Medienkompetenz, die Ermöglichung von Freizeitaktivitäten, sowie die Verbesserung psychosozialer Unterstützungsmaßnahmen.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"191 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"73113815","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Kinder, Jugendliche und Familien in deutschsprachigen Ländern","authors":"Julia Asbrand, F. Brinkmann","doi":"10.1026/0942-5403/a000372","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000372","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Mit der COVID-19-Pandemie ergeben sich nach aktuellem Wissensstand vermutlich weniger prävalent somatische als vielmehr psychische Folgeerkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Diese sind jedoch umso alarmierender, da sie auf ein schon vor der Pandemie stark belastetes System treffen. Auch zu beachten sind die bislang unklaren Folgen für die allgemeine psychische, soziale und emotionale Entwicklung, da beispielsweise Lernräume mit Gleichaltrigen langfristig fehlten oder nur eingeschränkt zugänglich waren. Mit der Betrachtung von Kindern und Jugendlichen selbst ist auch das nähere Bezugssystem von Eltern und Familie relevant, um dort Schutz- und Risikofaktoren zu identifizieren. In der Gesamtschau des aktuellen Themenschwerpunkts wie auch weiterer Studien ergibt sich die Notwendigkeit, Prävention und Frühintervention auszubauen und den Zugang zum Gesundheitssystem für betroffene Kinder, Jugendliche und Familien zu verbessern.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"11 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"74748644","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Alexander Tettenborn, L. Popp, Anna-Lena Zietlow, C. Woll, Anton K. G. Marx, Nora Nonnenmacher, Tanja Kretz-Bünese, Maria Hagl, M. Müller, C. Reck
{"title":"Kindliche Verhaltensauffälligkeiten im ersten Lebensjahr und mütterliche Belastung in der Zeit der COVID-19-Pandemie","authors":"Alexander Tettenborn, L. Popp, Anna-Lena Zietlow, C. Woll, Anton K. G. Marx, Nora Nonnenmacher, Tanja Kretz-Bünese, Maria Hagl, M. Müller, C. Reck","doi":"10.1026/0942-5403/a000373","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000373","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Die COVID-19-Pandemie stellte in vielen Bereichen eine Belastung für Familien dar, insbesondere durch die einschneidenden Beschränkungen zu Beginn. Fragestellung: Wie wirkte sich dies auf die Belastung von Müttern mit Kindern im ersten Lebensjahr und auf die kindliche Verhaltensregulation aus? Methode: In einer Online-Befragung schätzten 577 Mütter das Schrei-, Schlaf- und Fütter-/Essverhalten ihrer Kinder ( M = 7.3; 0 – 12 Mon., SD = 3.25) und ihre eigene Belastung ein, zudem Stresserleben, depressive Symptomatik, Partnerschaftszufriedenheit und Bonding. Ergebnisse: Schlafprobleme traten bei 21.7 %, schwer tröstbares und häufiges Schreien bei 12.3 % und exzessives Schreien bei 1.6 % der Kinder auf. Mindestens jede fünfte Mutter fühlte sich durch Schreien oder Schlafprobleme belastet. Mehr Stress, beeinträchtigtes Bonding und weniger Partnerschaftszufriedenheit erklärten 17 – 21 % der Varianz der mütterlichen Belastung durch Schrei- und Schlafverhalten. In der Zeit der stärksten Beschränkungen zeigte sich signifikant mehr Belastung in der Gruppe von Müttern, die von vermehrtem Schreien und verlängerter Einschlaflatenz berichteten, sowie mit mindestens einem weiteren Kind im Haushalt (MANOVA). Diskussion und Schlussfolgerung: Pandemiebedingt belastend für Mütter im ersten Jahr scheinen eingeschränkter Zugang zum Versorgungssystem, die Betreuung von mehr als einem Kind sowie das Alter des Kindes zu sein, während eine gute Beziehung zum Kind (Bonding) und/oder zum Partner (Partnerschaftszufriedenheit) abmildernd wirken.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"86 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"84079811","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Tobias Maldei-Gohring, K. Opdensteinen, Christine Hellbach, Nils Nowakowski, T. Graßmann, J. Hofer, Eva Walther, T. Hechler
{"title":"Ein halbes Leben lang Corona","authors":"Tobias Maldei-Gohring, K. Opdensteinen, Christine Hellbach, Nils Nowakowski, T. Graßmann, J. Hofer, Eva Walther, T. Hechler","doi":"10.1026/0942-5403/a000374","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000374","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Die COVID-19-Pandemie schränkte den Alltag von Vorschulkindern in den letzten zwei Jahren substanziell ein. Fragestellung: Die querschnittliche Studie untersucht, wie Vorschulkinder und ihre Eltern die COVID-19-Pandemie in dieser Zeit erlebten und welche Effekte die Pandemie auf die psychische Gesundheit der Kinder hatte. Methode: In zwei Online-Erhebungen im Mai 2020 und März 2021 wurden insgesamt 304 Eltern von Vorschulkindern (1 – 6 Jahre) befragt. Ergebnisse: Die Resilienz von Kindern und Eltern ist nach einem Jahr vermindert. Es zeigt sich eine hohe Punktprävalenz psychischer Auffälligkeiten (35.3 %), besonders in den Bereichen Verhaltensprobleme und Hyperaktivität. Hypothesenkonform konnten familiäre Spannungen und kindliche Stressbewältigung als Risiko- bzw. Schutzfaktor identifiziert werden. Diskussion und Schlussfolgerung: Die Befunde weisen auf anhaltend negative Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit von Vorschulkindern hin und zeigen erste Schutzfaktoren auf.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"9 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"73394148","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Verhaltenstherapie (KJPVT)","authors":"Iris Soppa-Fischer","doi":"10.1026/0942-5403/a000377","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000377","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"30 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"80610556","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Rahel L. van Eickels, Martina Zemp, Jeanine Grütter
{"title":"Familiäre Unterstützung als Schutzfaktor für Jugendliche während der COVID-19-Pandemie","authors":"Rahel L. van Eickels, Martina Zemp, Jeanine Grütter","doi":"10.1026/0942-5403/a000376","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000376","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Die Familie stellt in Krisen einen zentralen Schutzfaktor für Jugendliche dar. Fragestellung: Diese Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen familiärer Unterstützung, der Sorge um die Gesundheit anderer und der psychischen Belastung von Jugendlichen. Methode: Daten einer Online-Studie zum Ende des 1. Lockdowns 2020 in Österreich und der Schweiz wurden mittels eines Strukturgleichungsmodells analysiert. Ergebnisse: Familiäre Unterstützung hing positiv mit der Sorge um die Gesundheit anderer und negativ mit psychischer Belastung zusammen. Die Schweizer Jugendlichen berichteten höhere Sorge um die Gesundheit anderer sowie eine geringere psychische Belastung. Diskussion und Schlussfolgerung: Die familiäre Unterstützung spielt eine wichtige Rolle im Befinden und Erleben von Jugendlichen während der Pandemie.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"1 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"76574491","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Per Ludwig Wilms, Silja Knolle-Veentjer, C. Schwenck, M. Munz
{"title":"Belastungen und Ressourcen von Eltern psychisch erkrankter Kinder","authors":"Per Ludwig Wilms, Silja Knolle-Veentjer, C. Schwenck, M. Munz","doi":"10.1026/0942-5403/a000361","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000361","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Eltern von psychisch erkrankten Kindern sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Fragestellung: Lassen sich Eltern psychisch erkrankter Kinder hinsichtlich Stressmerkmalen und Bewältigungsstrategien empirisch in Subgruppen mit ähnlichem Muster unterteilen ? Methode: N = 100 Elternteile wurden bei psychiatrischer Erstvorstellung ihrer Kinder mittels evaluierter Fragebögen nach aktuellen Stressoren und Copingstrategien sowie nach erzieherischen Rahmenbedingungen befragt. Die Subgruppen wurden mittels Clusteranalyse anhand der drei Stress-Skalen gebildet. Ergebnisse: Es bildeten sich zwei Cluster mit unterschiedlicher Stressbelastung. Höhere Stressbelastung war mit geringerem Alter der Eltern, höherem Alleinerziehenden-Anteil, ungünstigen Bewältigungsmechanismen und mehr psychischer Erkrankung auf Elternseite assoziiert. Diskussion und Schlussfolgerung: In der Elternarbeit sollten die unterschiedlichen Belastungen und Ressourcen beachtet werden.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"23 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-03-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"78824970","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Süheyla Seker, David Bürgin, Delfine d’Huart, M. Schmid, K. Schmeck, Nils Jenkel, Jörg M. Fegert, Martin Steppan, Cyril Boonmann
{"title":"Der Verlauf von psychischen Problemen bei fremdplatzierten Kindern und Jugendlichen bis in deren Erwachsenenalter","authors":"Süheyla Seker, David Bürgin, Delfine d’Huart, M. Schmid, K. Schmeck, Nils Jenkel, Jörg M. Fegert, Martin Steppan, Cyril Boonmann","doi":"10.1026/0942-5403/a000365","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000365","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Fremdplatzierte Kinder und Jugendliche sind psychisch hoch belastet, jedoch ist der Verlauf von psychischen Problemen bis in deren Erwachsenenalter weitgehend unbekannt. Fragestellung: Die Prävalenz und der Verlauf von psychischen Problemen bei fremdplatzierten Kindern und Jugendlichen bis ins Erwachsenenalter wurden in dieser Studie untersucht und mögliche Prädiktoren identifiziert. Methode: 164 Kinder und Jugendliche wurden während der Fremdplatzierung und im Erwachsenenalter längsschnittlich mittels Selbstbeurteilungsfragebogen auf psychische Gesamtauffälligkeit, internalisierende und externalisierende Probleme untersucht. Ergebnisse: 62.2 % der Kinder und Jugendlichen zeigten auffällige Werte für die Gesamtauffälligkeit wohingegen es im Erwachsenenalter noch 35.7 % waren. Die stärksten Prädiktoren für die jeweiligen Skalen im Erwachsenenalter waren die psychischen Probleme im Kindes- und Jugendalter. Mädchen zeigten eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für internalisierende Probleme im Erwachsenenalter im Vergleich zu Jungen. Diskussion und Schlussfolgerung: Die psychischen Probleme bei fremdplatzierten Kindern und Jugendlichen verringerten sich bis ins junge Erwachsenenalter, dennoch blieb ein beachtlicher Teil chronisch auffällig. Implikationen für die Forschung und Praxis werden diskutiert.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"42 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"78744414","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Delfine d’Huart, David Bürgin, Süheyla Seker, Marc Birkhölzer, Nils Jenkel, Cyril Boonmann, Jörg M. Fegert, M. Schmid, K. Schmeck
{"title":"Risikofaktoren für und Stabilität einer Persönlichkeitsstörung vom Jugendalter bis ins junge Erwachsenenalter in einer Hochrisikopopulation","authors":"Delfine d’Huart, David Bürgin, Süheyla Seker, Marc Birkhölzer, Nils Jenkel, Cyril Boonmann, Jörg M. Fegert, M. Schmid, K. Schmeck","doi":"10.1026/0942-5403/a000367","DOIUrl":"https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000367","url":null,"abstract":"Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Studien zeigen, dass Persönlichkeitsstörungen (PS) weniger stabil und bei einer frühzeitigen Erkennung gut behandelbar sind. Fragestellung: Ziel dieser Studie ist, 1) die Prävalenz von PS bei ehemalig fremdplatzierten jungen Erwachsenen zu beschreiben, 2) die kategoriale Stabilität von PS vom Jugendalter bis ins junge Erwachsenenalter zu bestimmen und 3) prospektive Risikofaktoren für eine PS im Erwachsenenalter zu identifizieren. Methoden: 180 ehemalig fremdplatzierte junge Erwachsene ( M = 26.3 Jahre) aus einer schweizweiten Längsschnittstudie wurden untersucht. Ergebnisse: 35 % der Teilnehmenden wiesen eine PS auf. Die kategoriale Stabilität belief sich auf 47 %. Folgende Risikofaktoren für eine PS im Erwachsenenalter wurden identifiziert: vorangehende PS, psychopathische Persönlichkeitszüge, Substanzmissbrauch, emotionale Vernachlässigung, kumulierte Misshandlungserfahrungen und Deliktschwere. Diskussion und Schlussfolgerung: Die kategoriale Stabilität irgendeiner PS in dieser Stichprobe gilt als mittelgradig. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, PS nicht mehr mit einem lebenslangen, unveränderbaren Schicksal gleichzusetzen. Das Erkennen möglicher Risikofaktoren ist eine wichtige Voraussetzung, um individuelle Behandlungsmöglichkeiten zu gewährleisten und einer Chronifizierung entgegenzuwirken.","PeriodicalId":51859,"journal":{"name":"Kindheit Und Entwicklung","volume":"100 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"85792939","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"心理学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}