{"title":"Vorwort der Herausgeber","authors":"Jan Pablo Burgard, Markus Zwick","doi":"10.1007/s11943-026-00380-0","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00380-0","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 2","pages":"97 - 99"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-09-21","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-026-00380-0.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"149098719","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"70 Jahre Arbeitskreis VGR der Länder – ein episodischer Überblick zur Geschichte","authors":"Anke Rigbers","doi":"10.1007/s11943-026-00374-y","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00374-y","url":null,"abstract":"<p>1954 wurde der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ gegründet. In einem föderalen System benötigen auch die Landesregierungen hinreichend regionalisierte Daten zur politischen Steuerung. Der Aufbau der regionalisierten volkwirtschaftlichen Gesamtrechnungen bzw. ihrer Aggregate erfolgte sukzessive und wurde auch auf die Ebenen von Regierungsbezirken und Kreisen erweitert. Die regionalisierte Bereitstellung wirtschaftlicher Kenndaten steht aufgrund der zeitlichen und räumlichen Verfügbarkeit an statistischen Daten jedoch vor besonderen Herausforderungen. Dennoch ist es dem Arbeitskreis gelungen, eine Drei-Seiten-Rechnung zur Entstehung, Verwendung und Verteilung des Bruttoinlandsproduktes aufzubauen. Besondere Herausforderungen stellten die Wiedervereinigung und der Datenbedarf im Rahmen des Ausbaus des Europäischen Binnenmarktes dar. Dem Arbeitskreis gelang die Bewältigung dieser Herausforderungen durch eine kooperative und arbeitsteilige Zusammenarbeit und den hohen Stellenwert der Qualitätssicherung.</p>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 1","pages":"79 - 91"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-06-25","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"148614544","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Vorwort der Herausgeber","authors":"Stefan Hauf, Jan Pablo Burgard","doi":"10.1007/s11943-026-00379-7","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00379-7","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 1","pages":"1 - 3"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-06-25","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-026-00379-7.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"148614546","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Johannes Baumstark, Michael Fürnrohr, Adrian Reichert, Judith Schwitulla
{"title":"Evaluierung der Haushaltegenerierung im Zensus 2022","authors":"Johannes Baumstark, Michael Fürnrohr, Adrian Reichert, Judith Schwitulla","doi":"10.1007/s11943-026-00375-x","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00375-x","url":null,"abstract":"<p>Im Zensus 2022 wurde wie im Zensus 2011 ein registergestütztes Verfahren in Deutschland genutzt, welches auf eine klassische Vollerhebung verzichtet. Zur Verknüpfung der Daten der Gebäude- und Wohnungszählung mit den Personendaten sowie zur gleichzeitigen Erzeugung von Haushalten kam in beiden Zensus die Haushaltegenerierung zum Einsatz. Die Funktionsweise der Haushaltegenerierung wurde bislang nicht unabhängig von ihren Eingangsdaten empirisch überprüft, was mit dieser Arbeit erstmals geleistet werden konnte. Dazu wurden die Zensusstichprobendaten 2022 als Untersuchungsgrundlage verwendet, indem die erhobenen Haushalte aus der Stichprobe mit den für diese Anschriften aus Melderegister-Daten und Daten der Gebäude- und Wohnungszählung generierten Haushalten verglichen wurden. Als Gütekriterium wurde u. a. ein Distanzmaß verwendet, welches den Abstand zwischen den erhobenen und den generierten Haushalten an einer Anschrift quantifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Haushaltegenerierung unter Idealbedingungen, d. h. bei annährend perfekten Eingangsdaten, die primärstatistisch erhobenen Haushalte ebenfalls nahezu vollständig korrekt abbilden kann. Auch unter Realbedingungen, wie sie im Zensus 2022 vorzufinden waren, konnte die Haushaltegenerierung die Haushalts- und Familienstrukturen größtenteils zuverlässig abbilden. Die Haushaltegenerierung kommt als bewährtes Verfahren aller Voraussicht nach in der nächsten Zensusrunde 2031 wieder zum Einsatz.</p>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 2","pages":"135 - 162"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-06-22","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"149099133","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Determinants of electricity expenditure by private households. Analysis of the 2018 survey of income and expenditure for Germany","authors":"Caroline Dotter, Miriam Vetter, Sonja Haug, Karsten Weber","doi":"10.1007/s11943-026-00377-9","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00377-9","url":null,"abstract":"<div><p>The authors’ analysis of determinants of household electricity consumption is based on the 2018 Survey of Income and Expenditure (EVS), using Germany as an example. The EVS survey covered all variables identified through a scoping review, including the number and type of appliances, sociodemographic, and dwelling-related aspects. This large representative dataset allows analyzing the effect of these determinants on electricity expenditure for German households. Expenditure on electricity is considered a reliable indicator of household electricity consumption. The determinants show weak to moderate correlations with energy expenditure in bivariate analyses. Multivariate analysis clearly shows the combined effects of household-specific, dwelling-related, and appliance-specific factors. Models considering only one aspect overestimate the respective effect. Thus, it is essential to consider all three aspects simultaneously when explaining residential electricity consumption. The largest effects are found for electricity as the main energy source for heating, the number of household members, as well as their presence at home. Household structure is an important factor in explaining residential energy consumption while dwelling and appliance-related aspects also have an effect. Appropriate policy measures may affect the latter aspects.</p></div>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 2","pages":"185 - 201"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-026-00377-9.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"149099109","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Zur Entwicklung und Aussagekraft vierteljährlicher Sektorkonten in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen","authors":"Reimund Mink","doi":"10.1007/s11943-026-00376-w","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00376-w","url":null,"abstract":"<p>Wirtschafts- und Finanzkrisen hatten schon immer gravierende Folgen für die Politik und die Lebensbedingungen der Bevölkerung. So führten die beiden größten Krisen während der letzten hundert Jahre, die Weltwirtschaftskrise 1929–1933 und die Finanzkrise 2007–2009 mit der sich anschließenden Euro-Staatsschuldenkrise 2010–2012, zu beträchtlichen wirtschaftlichen Einbußen und hohen sozialen Kosten. Sie waren gleichzeitig aber auch die Zeiten für Innovationen in der empirischen Forschung, Wirtschaftstheorie und Politikberatung.</p><p>\u0000Die Weltwirtschaftskrise 1929–1933, der Zweite Weltkrieg und der Neuanfang nach 1945 waren dafür verantwortlich, dass Staaten wie die USA, Großbritannien und Kanada damit begannen, in einem rasanten Tempo nationale Rechensysteme zu gestalten. Dieser Ausbau hing eng mit der von John Maynard Keynes (1883–1946) beeinflussten makroökonomischen Forschung zusammen – der keynesianischen Revolution.</p><p>\u0000In den 1970er Jahren mit dem Siegeszug des Keynesianismus zwar fest etabliert, bedurfte es doch krisenhafter Bedingungen, um starke neue Impulse für die VGR zu setzen. So gab es während der globalen Finanzkrise von 2007–2009 den allgemeinen Tenor, dass es notwendig sei, umfassendere und verlässlichere statistische Daten als bisher bereitzustellen, um der zunehmenden Komplexität und Interdependenz in der Wirtschaft und insbesondere im Finanzsektor Rechnung zu tragen. Eine besondere Bedeutung fällt dabei den Sektorkonten (durch die Erfassung von Transaktionen, sonstigen wirtschaftlichen Veränderungen und Vermögensbilanzen) als übergreifendes Rahmenwerk der VGR eine Schlüsselrolle zu.</p><p>\u0000Die Untersuchung enthält drei Abschnitte. Zunächst wird in Abschnitt 1 die Entstehungsgeschichte der VGR erörtert, danach die der vierteljährlichen Sektorkonten seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine Voraussetzung für den Ausbau vierteljährlicher Sektorkonten zu einem integrierten System war die weltweite enge Kooperation, die dafür erforderlichen statistischen Standards weiterzuentwickeln und ständig zu aktualisieren. Gleichzeitig gab es immense Fortschritte bei der Erfassung und Aufbereitung statistischer Daten auf nationaler und internationaler Ebene. In Abschnitt 2 wird erläutert, wieso die Finanzkrise 2007–2009 dazu führte, dass die bestehenden vierteljährlichen Systeme erweitert und verbessert wurden. Diese Verbesserungen beruhten nicht zuletzt auf den in zwei Berichten dargelegten Vorschlägen zur Schließung von Datenlücken im Zusammenhang mit geld- finanz-, und fiskalpolitischen Maßnahmen – dem Bericht des Issing-Ausschusses sowie dem des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des Financial Stability Board (FSB) (Issing sowie Internationaler Währungsfonds (IWF) und Financial Stability Board (2009)). Abschnitt 3 enthält einige Anwendungsbeispiele vierteljährlicher Sektorkonten auf Basis des Gläubiger-Schuldner-Ansatzes. Sie zeigen ihre Bedeutung für die Messung und Analyse intersektoraler Beziehungen sowohl auf globaler Ebene als a","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 1","pages":"39 - 65"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-06-10","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"148613436","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"„Es geht nicht immer darum, wie viele Köpfe wir sind, sondern auch darum, was in den Köpfen drin ist“","authors":"Ulrich Rendtel","doi":"10.1007/s11943-026-00378-8","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00378-8","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 2","pages":"203 - 211"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-06-09","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"149099169","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Ursula Berger, Rolf Biehler, Karin Binder, Christina Elmer, Florian Ertz, Thomas Hotz, Sarah Huber, Katja Ickstadt, Göran Kauermann, Helmut Küchenhoff, Karsten Lübke, Ralf Münnich, Katharina Schüller, Thomas Skill, Claus Weihs, Henrike Weinert, Christoph Weisser
{"title":"Daten, Künstliche Intelligenz und Evidenz – neue Anforderungen an die Statistikausbildung an Hochschulen","authors":"Ursula Berger, Rolf Biehler, Karin Binder, Christina Elmer, Florian Ertz, Thomas Hotz, Sarah Huber, Katja Ickstadt, Göran Kauermann, Helmut Küchenhoff, Karsten Lübke, Ralf Münnich, Katharina Schüller, Thomas Skill, Claus Weihs, Henrike Weinert, Christoph Weisser","doi":"10.1007/s11943-026-00372-0","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00372-0","url":null,"abstract":"<p>Das Positionspapier formuliert neun Thesen zur Weiterentwicklung der Statistikausbildung im Kontext von Data Science und Künstlicher Intelligenz. Im Zentrum stehen Data & Statistical Literacy, Datenqualität und -ethik, die Verbindung von Statistik und Machine Learning sowie die Stärkung einer eigenständigen Statistikdidaktik.</p><p>Die Diskussionsbeiträge erweitern diese Perspektiven: Christina Elmer betont Wissenschaftskommunikation und AI Literacy, Helmut Küchenhoff projektbasiertes Lernen und Datenschutz, Christoph Weisser die industrielle Praxis und organisationsweite Datenkompetenz, Göran Kauermann die Verzahnung von Statistik und Data Science, und Rolf Biehler sowie Karin Binder die didaktische und institutionelle Weiterentwicklung.</p><p>Die Replik greift diese Impulse auf und unterstreicht die interdisziplinäre Verantwortung für eine zukunftsfähige Statistikausbildung.</p>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 2","pages":"115 - 134"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-05-22","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-026-00372-0.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"149099138","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) – woher kommen wir und wohin wollen wir? Ein historischer Abriss","authors":"Anastasia Biermann","doi":"10.1007/s11943-026-00369-9","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00369-9","url":null,"abstract":"<p>Dieser Aufsatz bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) in Deutschland und international. Beginnend mit den ersten quantitativen Analysen von William Petty im 17. Jahrhundert über François Quesnays Kreislaufmodell und die theoretischen Beiträge von Adam Smith, Jean-Baptiste Say und Karl Marx, werden die ideengeschichtlichen Wurzeln der VGR nachvollzogen. Die Arbeit zeichnet die Etablierung statistischer Methoden in Deutschland nach, von den frühen Ansätzen des Kaiserlichen Statistischen Amtes über private Initiativen und die Kriegswirtschaft bis hin zur Gründung des Instituts für Konjunkturforschung und der systematischen Erstellung amtlicher Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen nach 1950. Besonderes Augenmerk gilt der theoretischen Weiterentwicklung von der Kreislaufanalyse bis zum modernen Bruttoinlandsprodukt, einschließlich der Herausforderungen der Datenverfügbarkeit, methodischer Revisionen und konzeptioneller Abgrenzungen. Abschließend diskutiert der Aufsatz die kontinuierliche Notwendigkeit, die VGR kritisch zu reflektieren und an sich wandelnde gesellschaftliche Vorstellungen von Wohlstand anzupassen.</p>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 1","pages":"5 - 26"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-04-07","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-026-00369-9.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"148613468","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Der Sektor Staat in den VGR – Das Notifikationsverfahren im Wandel der Zeit","authors":"Niels Gillmann","doi":"10.1007/s11943-026-00370-2","DOIUrl":"10.1007/s11943-026-00370-2","url":null,"abstract":"<p>Dieser Artikel analysiert die Entwicklung des Notifikationsverfahrens im Kontext der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR). Das Notifikationsverfahren ist Teil des Verfahrens bei einem übermäßigen Defizit des Staates, dem zentralen Instrument zur Überprüfung der Einhaltung der Maastricht-Kriterien, die ein Defizit des Staates von weniger als 3 % des Bruttoinlandprodukts (BIP) und einen Schuldenstand von weniger als 60 % des BIP vorsehen. Strukturell unterteilt in Abschnitte, erläutert der Artikel zunächst das Notifikationsverfahren und seine rechtlichen Grundlagen, daraufhin die historische Entwicklung der Rahmenbedingungen des Verfahrens, anschließend die empirische Analyse anhand von Abbildungen und gibt abschließend ein Ausblick. Die Ergebnisse zeigen, dass das Notifikationsverfahren im Laufe der Zeit zunehmend komplexer und umfangreicher geworden ist, was sowohl auf gesetzliche Änderungen als auch auf die Maßnahmen zur Bewältigung wirtschaftlicher Krisen zurückzuführen ist. Die Rolle von Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Union) als prüfende Instanz und die Bedeutung der Vergleichbarkeit der Daten innerhalb der Europäischen Union werden betont. Die Analyse zeigt, dass das Notifikationsverfahren eine zentrale und zunehmend herausforderndere Aufgabe für die nationalen Statistikämter und die Europäische Kommission darstellt.</p>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"20 1","pages":"27 - 37"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2026-03-25","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-026-00370-2.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"148614436","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}