{"title":"Cognitive Bias Modification bei Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung","authors":"Marcella L. Woud, C. Wittekind, Felix Würtz","doi":"10.1159/000524709","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000524709","url":null,"abstract":"Kognitive Modelle der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) gehen davon aus, dass eine dysfunktionale Informationsverarbeitung in den Bereichen Aufmerksamkeit, Interpretation, Bewertung und Gedächtnis einen wichtigen Faktor für das Auftreten und die Aufrechterhaltung der PTBS darstellt. Parallel zeigen verschiedenste Entwicklungen in der klinisch-experimentellen Forschung, dass es möglich sein könnte, solche kognitiven Verzerrungen mithilfe von Cognitive Bias Modification (CBM)-Trainings zu modifizieren. In diesem Beitrag geben wir einen narrativen Überblick über die CBM-Forschung im Kontext von Trauma und PTBS, im experimentellen sowie klinisch-angewandten Bereich. Zudem werden Herausforderungen und neue Forschungslinien für die CBM-Forschung im Kontext der PTBS vorgestellt und diskutiert.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"192 1","pages":"139 - 147"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-06-07","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"73755318","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Das Beste aus zwei Welten: Eine systematische Übersicht zu Faktoren der Implementierung einer “Blended Therapy” (Gemischte Therapie) in der Psychotherapeutischen Routineversorgung","authors":"Mayra Dech, Julia Klawohn, N. Romanczuk-Seiferth","doi":"10.1159/000524332","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000524332","url":null,"abstract":"Ziel: Diese Arbeit gibt einen Überblick über bisherige wissenschaftliche Empfehlungen zur Implementierung der blended therapy, d.h. der Kombination von Therapien in Präsenz und via digitaler Medien. Die Empfehlungen umfassen die Themen: (1) wahrgenommene Barrieren von Psychotherapeut*innen, (2) Format der blended therapy und (3) Indikationen für Patient*innen. In diesem Rahmen werden Faktoren aufgezeigt, die Akteur*innen im Gesundheitssystem als Orientierung dienen können, welche Determinanten bei der Implementierung in die Routineversorgung zu berücksichtigen sind. Methodik: Die systematische Suche erfolgte in den Datenbanken PsycArticles, PsycInfo, PSYNDEX und PubMed. Ergebnisse: Die Publikationen umfassen vier quantitative, neun qualitative sowie drei Mixed-Methods-Studien. Die bisherigen Arbeiten kommen zu dem Ergebnis, dass Psychotherapeut*innen frühzeitig in den Implementierungsprozess einbezogen und langfristige supportive Maßnahmen für die Umstrukturierung der bisherigen Arbeitsroutine geschaffen werden sollten. Das Format der blended therapy sollte nicht standardisiert angewandt, sondern vielmehr individuell an die Patient*innen angepasst werden. Hinsichtlich möglicher Indikationen werden verschiedene Einflussfaktoren der Patient*innen diskutiert, die bisher jedoch nur unzureichend untersucht wurden. Diskussion: Bisherige Studien weisen größtenteils homogene Charakteristika und Ergebnisse auf. Forschungslücken bestehen hinsichtlich der Frage, inwieweit sich die Ergebnisse auf andere Therapieschulen, Berufsgruppen und Störungsbilder übertragen lassen. Schlussfolgerung: Das Review veranschaulicht, dass es wichtiger Vorarbeit hinsichtlich der Anwendungsunterstützung für Psychotherapeut*innen sowie weiterer Forschungsaktivität bedarf, um die Implementierung von blended therapy im Sinne einer möglichen Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung voranzutreiben.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"5 1","pages":"153 - 164"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-06-03","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"75558783","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Wirksamkeit einer Familientherapie im Vergleich zu einer verhaltenstherapeutisch orientierten Gruppentherapie bei Kindern mit Adipositas","authors":"R. Laessle, S. Lehrke","doi":"10.1159/000524673","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000524673","url":null,"abstract":"Theoretischer Hintergrund: In den aktuellen Modellen zur Entwicklung und Aufrechterhaltung von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen wird familiären Faktoren eine bedeutsame Rolle zugeschrieben. Die Einbeziehung der Eltern im Rahmen einer Therapie sollte daher zur Optimierung von Therapieeffekten beitragen. Fragestellung: In der vorliegenden Studie soll daher geprüft werden, ob eine verhaltenstherapeutisch orientierte Familientherapie, innerhalb derer systemische Elemente zur Modifikation der familiären Kommunikations- und Interaktionsmuster eingesetzt werden, bessere Therapieeffekte erbringt als eine verhaltenstherapeutisch orientierte multimodale Gruppentherapie, in deren Rahmen die Eltern lediglich ausführlich über Ziele und Inhalte der Behandlung aufgeklärt werden. Methode: Es wurde eine Therapievergleichsstudie mit 71 adipösen Kindern durchgeführt, von denen 32 einer multimodalen Gruppentherapie und 39 einer Familientherapie zugewiesen wurden. Beide Therapiebedingungen umfassten jeweils neun Sitzungen innerhalb von drei Monaten. Gemessen wurden sowohl anthropometrische als auch psychologische Kriteriumsvariablen jeweils vor und nach der Therapie. Ergebnisse: Kinder mit Adipositas, die im Rahmen einer verhaltenstherapeutisch orientierten Gruppentherapie behandelt wurden, zeigten nach Beendigung der Therapie eine signifikante Reduktion Ihres Körpergewichts und ihres Körperfettanteils. Ihre durchschnittliche tägliche Kalorienaufnahme war signifikant niedriger als vor Beginn der Therapie. Die wahrgenommene Ängstlichkeit hatte abgenommen, das Selbstwertgefühl zugenommen. Eine als Vergleich durchgeführte systemisch orientierte psychologische Therapie erwies sich nicht als effektiver, weder im Hinblick auf anthropometrische noch auf psychologische Kriteriumsmaße. Diskussion: Die Ergebnisse der Studie sprechen nicht unbedingt gegen die Einbeziehung familiärer Interaktionsmuster bei der Therapie von Kindern mit Adipositas, sondern müssen im Hinblick auf studienimmanente Beschränkungen interpretiert werden, die eine Aufdeckung differenzieller Therapieeffekte möglicherweise verhindert haben.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"26 1","pages":"230 - 236"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-05-20","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"88721480","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Zusammenhänge zwischen Optimismus, Pessimismus und PTBS-Symptomatik bei seit Kurzem in Deutschland lebenden Geflüchteten","authors":"Charlotte Papke, H. Glaesmer, Yuriy Nesterko","doi":"10.1159/000524520","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000524520","url":null,"abstract":"Geflüchtete machen im Zusammenhang mit ihrer Flucht häufig traumatische Erfahrungen und weisen deutlich erhöhte Prävalenzraten für die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und andere psychische Störungen auf. Optimismus zeigte in vielfältigen anderen Kontexten eine protektive Wirkung auf die psychische Gesundheit. Die vorliegende Studie untersucht im Rahmen eines querschnittlichen Designs, ob auch bei Geflüchteten Zusammenhänge zwischen Optimismus, Pessimismus und der Symptomatik der PTBS bestehen. Anhand einer Stichprobe von Geflüchteten (N = 554), die zum Zeitpunkt der Befragung (2017–2018) erst seit Kurzem in Deutschland waren, wurden Zusammenhänge zwischen (a) Optimismus, Pessimismus und dem Schweregrad der PTBS-Symptomatik und (b) Optimismus, Pessimismus und der Ausprägung der Symptomatik in den verschiedenen Symptomclustern der PTBS untersucht. Optimismus und Pessimismus wurden mit dem Life Orientation Test-Revised (LOT-R) erfasst, PTBS-Symptomatik mit der Posttraumatic Stress Disorder Checklist for DSM-5 (PCL-5). Zusätzlich wurden fluchtbezogene und soziodemographische Variablen erhoben. Optimismus war negativ mit der Gesamtsymptomatik der PTBS sowie der Symptomatik in den Clustern Intrusionen, Negative Kognition und Stimmung sowie Hyperarousal assoziiert. Umgekehrt zeigte Pessimismus positive Zusammenhänge mit diesen vier Variablen. Weder Optimismus noch Pessimismus waren signifikant mit dem Cluster Vermeidung assoziiert. Die Ergebnisse können als vorsichtiger Hinweis darauf interpretiert werden, dass Optimismus zu Resilienz bei Geflüchteten beiträgt.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"30 1","pages":"82 - 92"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-05-13","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"75493586","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Presentation and Evaluation of a Manual for Heart Rate Variability Biofeedback in Somatic Symptom Disorder","authors":"L. Klewinghaus, Alexandra Martin","doi":"10.1159/000522419","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000522419","url":null,"abstract":"Background: There is initial evidence for the efficacy of heart rate variability biofeedback (HRV-BF) in depression, anxiety disorders, and functional somatic syndromes. In somatic symptom disorder (SSD), evidence is lacking. The aim of this study was to describe a newly developed HRV-BF brief intervention and to analyze HRV changes, and to examine the applicability and acceptance in SSD. Methods: We analyzed the data of the subsample of a pilot randomized controlled trial (22 subjects with SSD) who received HRV-BF over 4 sessions. We assessed HRV (SDNN: standard deviation of the NN interval, RMSSD: root mean square of successive differences between NN interval, LF: low frequency) and the subjective evaluation and acceptance of the intervention. Results: HRV analyses within therapy sessions showed that individuals learned to increase their HRV significantly during biofeedback sessions and were able to maintain it during self-regulation periods without feedback (SDNN, RMSSD, LF: 5.7 ≤ Ft ≤ 11.1). Moreover, HRV improved across sessions (SDNN). The majority of participants rated the intervention very positively (e.g., satisfaction, improvement in mood and physical well-being). Conclusions: HRV-BF can be learned within 4 sessions and shows positive effects in patients with SSD. Adding HRV-BF to existing treatments, e.g., psychotherapy, seems promising.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"23 1","pages":"199 - 208"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-05-02","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"82002816","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Achtsamkeitsbasierte Interventionen für Menschen mit psychotischen Störungen: Ein Überblick über den Forschungsstand zur Wirksamkeit und Implikationen für die klinische Praxis","authors":"Kerem Böge, Daniel Catena, E. Hahn","doi":"10.1159/000523900","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000523900","url":null,"abstract":"Achtsamkeitsbasierte Interventionen (AI) stellen mittlerweile eine zentrale Säule der dritten Welle der Kognitiven Verhaltenstherapie dar. In den letzten Jahren wurden AI bei Patient*innen mit psychotischen Störungen implementiert und deren Wirksamkeit im Rahmen von einer kleineren Anzahl von randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) gezeigt. Der vorliegende narrative Übersichtsartikel stellt den aktuellen Stand der Forschung zur Effektivität, sowie zentrale Aspekte der klinischen Anwendungen von AI bei der Behandlung von Patient*innen mit Schizophrenien und primären psychotischen Störungen dar. Aus aktuellen Metaanalysen lässt sich trotz der Heterogenität der Studienergebnisse schlussfolgern, dass AI im Rahmen von RCTs des Vergleichs einer Kontrollgruppe mit einer gewöhnlichen zumeist psychopharmakologischen Behandlung (treatment-as-usual, TAU) und in Prä-Post-Intervention Analysen zu einer Verbesserung der oft schwer zu behandelnden Negativsymptomatik (g = 0,56 und g = 0,75) oder Positivsymptomatik (g = 0,19 und g = 0,32) mit leichten bis großen Effektstärken führen können. Weiterhin wurden auch positive Effekte auf depressive und ängstliche Symptome (g = 0,20 und g = 0,43), sowie eine Reduktion der Rehospitalisierungsraten 12 Monate nach Entlassung und eine Verkürzung der stationären Behandlungsdauer beobachtet. Im Gegensatz zur Therapieforschung aus dem Vereinigten Königreich, Australien oder Hong Kong befinden sich die wissenschaftliche Evaluation und Implementierung von achtsamkeitsbasierten Behandlungsmöglichkeiten im gesamten deutschsprachigen Raum noch in einem frühen Stadium.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"5 1","pages":"11 - 22"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"82253871","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Mitteilungen der Verbände / Information by Behavior Therapy Associations","authors":"","doi":"10.1159/000521873","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000521873","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"111 7 1","pages":"55 - 58"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"76128623","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
T. Forkmann, Sarah Schwitzky, Lena Plein, D. Rath, T. Teismann, Inken Höller
{"title":"Die deutsche Version der Interpersonal Hopelessness Scale (IHS)","authors":"T. Forkmann, Sarah Schwitzky, Lena Plein, D. Rath, T. Teismann, Inken Höller","doi":"10.1159/000522304","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000522304","url":null,"abstract":"Hintergrund: Angesichts des angenommenen Einflusses interpersonaler Hoffnungslosigkeit für die Entstehung aktiver Suizidgedanken, wie von der Interpersonalen Theorie Suizidalen Verhaltens [Joiner. Why people die by suicide. 2005] postuliert, zielt diese Studie darauf ab, erstmals eine deutsche Version der Interpersonalen Hoffnungslosigkeitsskala [IHS; Tucker et al. Psychiatry Res. 2018;259:427–32], die IHS-d, vorzustellen und psychometrisch zu überprüfen. Material und Methoden: N = 437 Teilnehmende (75.1% weiblich) zwischen 18 und 71 Jahren (M = 29.75, SD = 11.25) nahmen an einer querschnittlichen Online-Studie teil. Die Faktorstruktur der IHS-d wurde mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse überprüft. Zusätzlich wurden Konstruktvalidität und Reliabilität evaluiert. Ergebnis: Es ergab sich eine signifikant bessere Datenpassung für ein 2-Faktor-Modell als für das 1-Faktor-Modell. Die identifizierten Subskalen (Interpersonale Hoffnungslosigkeit hinsichtlich perceived burdensomeness und hinsichtlich thwarted belongingness) erzielten hohe Faktorladungen ≥0.75; Inter-Item-Korrelationen, r ≥ 0.60, Item-Skala-Korrelationen, rit ≥ 0.71 und interne Konsistenzen, αPB = 0.93; αTB = 0.92. Diskussion: Die postulierte einfaktorielle Struktur der englischen Version konnte für die IHS-d nicht reproduziert werden. Die beiden identifizierten Subskalen zeigten jedoch gute psychometrische Eigenschaften. Schlussfolgerung: Der Einsatz der IHS-d erweitert die Möglichkeiten der Messung des wichtigen Konstrukts Hoffnungslosigkeit und kann daher die Suizidrisikoabschätzung sinnvoll ergänzen.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"50 1","pages":"45 - 54"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-03-23","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"88076348","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Beschreibung und Evaluation eines Manuals für Herzratenvariabilitäts-Biofeedback bei der somatischen Belastungsstörung","authors":"Laura Klewinghaus, Alexandra Martin","doi":"10.1159/000522175","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000522175","url":null,"abstract":"Hintergrund: Herzratenvariabilitäts-Biofeedback (HRV-BF) zeigt erste Wirksamkeitshinweise bei Depressionen, Angststörungen oder funktionellen somatischen Syndromen. Bei der somatischen Belastungsstörung (SBS) stehen diese noch aus. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, eine neu entwickelte HRV-BF-Kurzintervention vorzustellen und die HRV detailliert zu analysieren sowie die Anwendbarkeit und Akzeptanz bei der SBS zu überprüfen. Methoden: Analysiert wurden hier die Daten der Teilstichprobe einer randomisiert kontrollierten Pilotstudie (22 Personen mit SBS nach DSM-5), die ein HRV-BF über 4 Sitzungen erhielt. Erhoben wurden die HRV (SDNN: “standard deviation of the NN interval”, RMSSD: “root mean square of successive differences between NN interval”, LF: “low frequency”), die Bewertung und Akzeptanz der Intervention auf subjektiver Ebene. Ergebnisse: HRV-Analysen innerhalb der Therapiesitzungen zeigten, dass die Personen lernten, ihre HRV signifikant während der Biofeedbackeinheiten zu erhöhen und diese in Selbstregulationsphasen ohne Feedback aufrechtzuerhalten (SDNN, RMSSD, LF: 5,7 ≤ Ft ≤ 11,1). Zudem zeigte sich eine Verbesserung der HRV über die Sitzungen hinweg (SDNN). Die Intervention wurde durch die Mehrheit der Teilnehmer*innen sehr positiv bewertet (u.a. Zufriedenheit, Verbesserung der Stimmung und des körperlichen Befindens). Schlussfolgerungen: HRV-BF kann in 4 Sitzungen gut erlernt werden und zeigt positive Effekte bei Patient*innen mit SBS. Die Hinzunahme des HRV-BF zu bestehenden Interventionen, z.B. Psychotherapie, scheint vielversprechend.","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"53 1","pages":"34 - 44"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2022-03-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"74676094","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Mitteilungen der Verbände / Information by Behavior Therapy Associations","authors":"Laura König Bayreuth","doi":"10.1159/000519994","DOIUrl":"https://doi.org/10.1159/000519994","url":null,"abstract":"Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen ist seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e. V. und ebenso für den DGVTBerufsverband Psychosoziale Berufe (DGVT-BV) e. V. ein wesentlicher Teil des Selbstverständnisses. Dies gilt nicht nur für die psychosoziale Versorgung. In Zeiten des Klimawandels erstreckt sich diese Verantwortung auch auf ein nachhaltiges Handeln der Verbände selbst und ihrer Mitglieder. Im vergangenen Jahr hat sich hierfür eine Arbeitsgruppe innerhalb der DGVT konstituiert, in der eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Verband kontinuierlich weiterentwickelt wird. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sollen in allen Bereichen der DGVT mitgedacht werden, so zum Beispiel bei Verbrauchsmaterialien der Bundesgeschäftsstelle, Merchandise, Geschäftsreisen und Tagungslocations: www.dgvt.de/aktuelles/nachhaltigkeit/. 2. DGVT – Fortund Weiterbildung","PeriodicalId":49386,"journal":{"name":"Verhaltenstherapie","volume":"56 1","pages":"350 - 356"},"PeriodicalIF":0.6,"publicationDate":"2021-12-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"80162380","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"医学","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}