{"title":"Hans-Christian Deter (Hrsg): Die Arzt-Patient-Beziehung in der modernen Medizin","authors":"W. Rimpau","doi":"10.3205/zma000747","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000747","url":null,"abstract":"Der Herausgeber hat sich und uns anlässlich seiner Emeritierung als Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemeinmedizin, Naturheilkunde, Psychosomatik und Psychotherapie an der Charité – Campus Benjamin Franklin in Berlin ein besonderes Geschenk gemacht. Ausgehend von einem Symposium zum 30-jährigen Bestehens der Psychosomatik am Benjamin Franklin Klinikum 2009 versammelt Deter hier 40 Autoren, die gemäß dem Vorwort des Präsidenten der Ärztekammer Berlin Günther Jonitz die Frage beantworten, welchen Stellenwert die Interaktion zwischen Arzt und Patient hat. „Dasmächtigste therapeutische Werkzeug, das Sie jemals haben werden, ist Ihre eigene Persönlichkeit“. Dieser Satz David Sackets, des Stammvaters der evidenzbasiertenMedizin, gliedert Jonitz in vier Themenfelder, die es zu bearbeiten gelte: die „Narrative Medizin“, in der der Arzt lernt die Geschichte des Kranken zu verstehen, die „Medizinische Geisteswissenschaft“, die mit Hilfe fachübergreifender Gesichtspunkte aus Kunst, Literatur, Geschichte, Religion (nicht doch auch Philosophie?) dem Mediziner helfen, besser auf den Patienten einzugehen, die „Health Literacy“ als Methode, wissenschaftliche Aussagen besser auswerten zu können und das Modell des „Shared DecisionMaking“, in demmedizinische Entscheidungsfindung auf partnerschaftlicher Arzt-Patient-Beziehung beruht. Diese Themen und auch der Buchtitel verweisen auf die „moderne Medizin“. Es mag dem Zeitgeist entsprechen, auf eine Literatur zu verweisen, die nicht älter als 10 Jahre ist und damit zu unterstellen, dass frühere Forschungsergebnisse und Literatur einer vorwissenschaftlichen Zeit entspringen. Dass dem nicht so ist, zeigen Deters Einleitung mit Verweis auf Michael Balint und die vier Beiträge, die „die Arzt-Patient-Beziehung in der Kontinuität und Wandel“ darstellen. Der kurze Aufsatz von D. Janz ist hier besonders eindrücklich, wenn er „das pathische Pentagramm von Viktor von Weizsäcker als Grundlage eines Verständnisses der Arzt-Patienten-Beziehung“ in Erinnerung ruft, welches eine Haltung ausdrückt, die Bedingung für Compliance, besser noch Adherence und damit für „Shared Decision Making“ ist. „Die partizipative Entscheidungsfindung“ wird von einer Heidelberger Gruppe als „neue Form der Arzt-Patient-Beziehung“ angekündigt. Ist sie neu? Es ist eindrucksvoll mit zu vollziehen, dass sich nun ein „Forschungsfeld der Arzt-Patient-Interaktion“ auftut. 2001 haben die Protagonisten einer Reform der Medizin und der Ausbildung zum Arzt die wichtigsten Folgerungen aus der Erfahrung des 20. für das 21. Jahrhundert in dieser Zeitschrift formulierten. (H.G. Pauli, K.L. White, I.R. McWhinney [1]). Es ist reizvoll, „Medizinische Ausbildung, Forschung und wissenschaftliches Denken im 21. Jahrhundert“ in Beziehung zu setzen zu den in Deters Buch versammelten Hypothesen und Schlussfolgerungen, die nun VertreterInnen der Psychosomatik, Psychotherapie, InnerenMedizin, Orthopädie, Arbeitsmedizin, Neurologie, Psychiatrie, Allgemeinmedizin, Psychologie,","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"83 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-08-08","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"114674794","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Thorsten Haas, Elgar Oswald: Kinderanästhesie - nachschlagen, verstehen, entscheiden","authors":"M. Krüger","doi":"10.3205/zma000735","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000735","url":null,"abstract":"Altersabhängige Besonderheiten von Anatomie, Physiologie und Pharmakologie machen die Anästhesie von Kindern anspruchsvoll. Hinzukommen Krankheitsbilder, die es so in keinem anderen Lebensalter gibt. Das kleine, handlich Buch Kinderanästhesie –nachschlagen, verstehen, entscheiden (Haas, Oswald, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2011) bietet hier vor allem Anästhesisten, die nicht täglich mit der Narkose von Kindern beschäftigt sind Unterstützung. Das Vorwort betont, dass das „praxisnahe Nachschlagewerk“ aus einem klinikinternen Manual entstanden ist. Das Kitteltaschenbuch ist gut gegliedert, sehr übersichtlich aufgebaut und bietet auch durch das Sachregister die Möglichkeit schnell die entscheidenden Seiten im Buch zu finden. Die Medikamentenliste im Anhang ist umfassend und übersichtlich. Das Buch ist auf dem aktuellen Stand der Therapieempfehlungen und technischen Verfahren. Das Kapitel über Allgemeine Aspekte der Kinderanästhesie bietet einen hervorragenden kurzen Überblick über das allgemeine Vorgehen und enthält in grau unterlegt wichtige Tipps und besondere pädiatrische Aspekte, die elementar für die Betreuung von Kindern unter Narkose sind. Teilweise ist das Vorgehen Punkt für Punkt aufgelistet, die Größe der benötigten Materialien ist gewichtsspezifisch genannt, so können die Maßnahmen Schritt für Schritt direkt umgesetzt werden. Diese praxisnahe Herangehensweise ist eine große Stärke des Buches und wird sicher dazu führen, dass er gerne gelesen wird und nicht nur in der Kitteltasche stecken bleibt. Betont wird positiver weise mehrfach, dass es sich bei den vorgeschlagenen Vorgehensweisen umden Standard handelt, der in Innsbruck üblich ist. Damit wird einerseits klar „so kann man es machen“ andererseits nicht postuliert, dass es das einzig mögliche Vorgehen ist. Auch das wichtige Kapitel über postoperative Schmerztherapie ist hervorragend für die direkte Umsetzung geeignet. Hier ist deutlich zu spüren, dass erprobte Therapieprinzipien vermittelt werden. Hier liegt aber auch ein Problemdes Kitteltaschenbuches in der Umsetzung eines klinikeigenen Manuals in eine publizierte Empfehlung, Zulassungsbeschränkungen von Medikamenten sollten benannt werden. So steht z. B.: unter Diclofenac zwar „kann ab 1 Jahr gegeben werden (Herstellerangaben beachten)“. Der Hinweis, dass dieses Medikament erst ab 6 bzw. 15 Jahren in Deutschland zugelassen ist, sollte in einem solchen Text nicht fehlen. Im Kapitel „spezielle Aspekte der Kinderanästhesie“ werden die anästhesiologischen Vorgehensweisen der „häufigsten“ operativen Eingriffe dargestellt. Dieses Kapitel zeigt Schwächen. Zum einen erscheint die Auswahl der Operationen unübersichtlich und bei den meisten (einfachen) Eingriffen wiederholt sich die Angabe der Anästhesietechnik, der Medikamente und Infusionen. Diese Auflistung ist für eine Check-Liste in der Klinik geeignet, bietet aber in diesem Buch auf mehreren Seiten redundante Information, die sich in einer Tabelle, wie sie dem Kapitel v","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"23 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-05-16","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"123590307","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Patient Safety and Healthcare Quality (MSc): an advanced postgraduate program for personnel with positions of responsibility in the health care sector","authors":"B. Bookhagen","doi":"10.3205/zma000732","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000732","url":null,"abstract":"Verantwortliche imGesundheitsbereich begegnen zunehmend komplexeren Herausforderungen, bei denen insbesondere die Themen Sicherheit, Qualität, Führungsund Steuerungswissen sowiemedizinrechtliche und ethische Rahmenbedingungen eine maßgebliche Rolle spielen. Gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin und der Medizinischen Universität Wien veranstaltet das Postgraduate Center der Universität Wien einen Universitätslehrgang zum Thema \"Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem\". Der Studiengang reagiert auf den großen Bedarf im Bereich des Risikound Qualitätsmanagements bzw. der Patientensicherheit im Gesundheitswesen und richtet sich nicht allein an ÄrztInnen, sondern an alle im Gesundheitsbereich tätigen Personen und Professionen. Dieses Masterprogramm ist das erste seiner Art im deutschsprachigen Raum und findet bereits zum 2. Mal statt. Abschluss: MSc – Master of Science in Quality and Safety in Healthcare (verliehen von der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien) Unterrichtssprache: Deutsch Studiendauer: 4 Semester (24 Monate), 90 ECTS Termine: berufsbegleitend, einmal monatlich in Wochenend-Blöcken (Do-Sa) Ort: Campus Altes AKH, Wien Teilnahmegebühr: € 13.800,– (Teilzahlungen auf Anfrage möglich) Programmstart: Oktober 2011 Anmeldung: bis 15.6.2011 Berufsbild:RisikoundQualitätsmanagerIn imGesundheitswesen Der Universitätslehrgang befähigt die AbsolventInnen zur Übernahme von verantwortlichen Positionen in allen Bereichen des Gesundheitswesens (im stationären, ambulanten und niedergelassenen Bereich) z.B. Leitung von Risikound Qualitätsmanagement, Leitungsrollen in Einrichtungen sowie Bereichsverantwortung bei Trägerorganisationen. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte Britta Bookhagen britta.bookhagen@univie.ac.at oder besuchen unsere Webseite http://www.postgraduatecenter.at/ patientensicherheit/","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"7 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-05-16","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126337458","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Dr. med. Kerstin Müller, MME (University Bern) *09.11.1968 +21.10.2010","authors":"S. Biller","doi":"10.3205/ZMA000733","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/ZMA000733","url":null,"abstract":"Am 21 Oktober 2010 ist Kerstin Müller mit nur 41 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Kerstin Müller war Chirurgin und hat sich zusätzlich, bereits sehr bald nach ihrem Studium in Bonn, noch während ihrer Weiterbildung, der Medizindidaktik gewidmet. So gehört sie der ersten Kohorte desMME-Studienganges in Bern an, den Sie 2001 mit ihrer Masterthese „PJ: Schlüsselstellung zwischen Theorie und Alltag – Entwurf eines Curriculums für PJ-Studierende im Tertial Chirurgie“ erfolgreich abschloss. Im gleichen Jahr wurde Sie Fachärztin für Chirurgie in Bonn und im Folgejahr wurde ihr erster Sohn geboren. Sie wechselte 2002 nach Freiburg, wo sie sowohl als Chirurgin im Department Orthopädie/Traumatologie an der Uniklinik als auch im Studiendekanat arbeitete. Sie setzte sich einerseits direkt für die Ausbildung der Studierenden in ihrem Fachbereich ein, andererseits übernahm siemit die Aufgabe, die neue Approbationsordnung in Freiburg umzusetzen und die dafür notwendige Infrastruktur zu schaffen. Insbesondere aber begründete Sie in Freiburg die Medizindidaktik, der ihr besonderes Interesse galt. Hierfür entwickelte sie ein fakultätsinternes Konzept und stand beratend für alle Fragen dieses Bereichs fakultätsweit zur Verfügung. Sie förderte die Medizindidaktik aber auch über die Grenzen Freiburgs hinaus. So war sie als Programmbeauftragte, Ausbilderin und Tutorin für das Tübinger Kompetenzzentrum Medizindidaktik tätig, wo sie auch an der Entwicklung des Programms beteiligt war. Ebenso arbeitete sie bei den ersten Entwicklungstreffen für den MME Deutschland mit. Auch in der medizindidaktischen Forschung setzte sie Maßstäbe. So gelang es ihr zusammen mit einer Arbeitsgruppe eine Drittmittelförderung für ein medizindidaktisches Forschungsprojekt einzuwerben: „Teaching EbM to Medical Students and Residents“ (Volkswagenstiftung). Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes 2005 arbeitete sie weiter als Chirurgin und in der Ausbildung der Studierenden. Seit 2009war sie an einem akademischen Lehrkrankenhaus der Uni Freiburg, in Titsee-Neustadt tätig, wo sie ebenfalls in der Ausund Weiterbildung tätig war und insbesonderemit der Betreuung der PJ-Studierenden betraut war. Kerstin Müller war immer hoch engagiert und überaus optimistisch in ihrem Tun. Sie verstand zu begeistern und in ihrer kollegialen Art zu fördern und fordern, mit dem Ziel fest vor Augen und zum Wohle aller Beteiligten. Im klinischen Alltag war sie eine hochgeschätzte Kollegin, in der klinischen Ausbildung war sie eine außergewöhnliche Lehrerin und in der Entwicklung der Medizindidaktik in Deutschland ist ihr eine tragende Rolle zuzuschreiben.","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"18 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-05-16","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"132764720","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"GMA Annual Meeting 2011 in Munich, Oct. 5th - 8th","authors":"A. Görlitz, L. Kühne-Eversmann","doi":"10.3205/ZMA000716","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/ZMA000716","url":null,"abstract":"Unter dem Motto “Lehren Lernen Prüfen: Von der Dissonanz zum Dreiklang?“ steht die Integration der drei Themen in ein großes Ganzes im Mittelpunkt der Veranstaltung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme sei es als aktiv Beitragender oder als Gast bei den wissenschaftlichen Vorträgen, Workshops, Ausschusssitzungen und Postern bei uns in München. Wir wünschen uns, dass die Tagung auch 2011 wieder zum wichtigsten Treffpunkt der Medizindidaktik und der medizinischen Bildungsforschung im deutschsprachigen Raum wird. Alle aktuellen Informationen zur Tagung finden Sie unter: http://www.gma2011.de Veranstaltungsort: HightechCampus Großhadern, LMU München","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"54 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"123319338","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"GMA award for \"teaching students\" 2011","authors":"Sandra Zeuner","doi":"10.3205/zma000714","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000714","url":null,"abstract":"Nach großem Erfolg im letzten Jahr [1] wird 2011 zum zweitenMal von der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) der Preis für lehrende Studierende vergeben. Hintergrund ist das weiterhin zunehmende Engagement von Studierenden in der Verbesserung der Ausbildung ihrer Kommilitonen z.B. in Form von PeerTeaching-Kursen, Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, Curriculumsplanung und -organisation sowie wissenschaftlichen Lehrforschungsprojekten.","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"33 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"124961569","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Annette Kerckhoff: Mikrolatinum for medical jobs","authors":"Konstanze Vogt","doi":"10.3205/zma000718","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000718","url":null,"abstract":"Das Latinum war einst zwingende Voraussetzung zum Medizinstudium – aber muss man wirklich Caesars “Gallia est omnia divisa in partes tres...“ zitieren können, bevor man sich mit dem Skalpell in den Kampf um die Gesundheit des Patienten stürzt?Mit Terminologiekursen, quasi einem „Minilatinum“, scheint heutzutage die fehlende humanistische Bildung für Jedermann nachholbar. Die Besonderheiten der antiken Sprachen – ihre präzise Korrektheit, pragmatische Kürze und elegante Kombinationsmöglichkeit– erschließen sich beim simplen Vokabelpauken jedochmeistens nicht. Zwischen dem Abortus imminens und A. incipiens liegen in der Praxis jedoch Welten, und wer über „Antibiotikas“ und „Campusse“ schwadroniert, wirkt nicht gebildet, sondern nur eingebildet. Die Fachjournalistin Annette Kerckhoff hat es sich zur Aufgabe gemacht,mit ihrem „Mikrolatinum für Heilberufe“ nicht nur Grammatik und Wortkunde auf kurzweilige Art zu vermitteln, sondern dem über den Tellerrand Blickenden auch etwas vom Wesen des Lateinischen, teilweise auch des Griechischen, mitzugeben. So ist es ihr gelungen, aus dem ursprünglichen Terminologieskript einer Heilpraktikerschule diese vergnügliche Lektüre im Kitteltaschenformat weiterzuentwickeln, die in nunmehr dritter Auflage erschienen ist. Sie wendet sich ausdrücklich nicht nur an Studierende der Medizin, sondern an die breite Palette der Heilberufe – alle diejenigen, die im Rahmen der kollegialen Zusammenarbeit auch Überweisungsdiagnosen, Befundberichte und Arztbriefe lesen und verstehenmöchten. Viele empfinden Latein als „trockene“ oder „tote“ Sprache, die schwer zu erlernen ist; andere denken mit Schaudern an langweilige Schulstunden zurück und halten die Terminologie für eine überflüssige Schikane: Genau hier setzt Annette Kerkhoff mit ihrer „Einführung“ an. Sie möchte weder die umfassende Systematik eines Lehrbuches bieten noch die alphabetische Auflistung medizinischer Begriffe – siemöchte Begeisterungwecken für eine Sprache, die auch heute noch ihren Stellenwert hat –mit voller Berechtigung, wie die Autorin überzeugend darlegt. Im ersten Teil werden an gut verständlichen Beispielen zunächst einige Grundbegriffe der Grammatik erläutert, während im zweiten Teil anhand der Organe und Organsysteme des Körpers das fachspezifische Vokabular dargestellt wird. Leicht und gut lesbar führt die Autorin den jeweiligen Begriff durch aktuelle Bezüge ein, die Einem verdeutlichen, wie dieses Wort bereits in unsere Alltagssprache Eingang gefunden hat (z.B. inter= zwischen – Intercity, international, Interesse). Danach geht sie zur Fachsprache über, und plötzlich sind Worte wie Interzellulärraum oder Interdigitalmykose leichter zu verstehen. Bei der Erläuterung des Suffixes „–itis“ zählt sie 25 verschiedene Entzündungsbegriffe auf und erreicht dadurch auf jeden Fall ihr Ziel: Zumindest einen dieser Begriffe hat wohl Jeder schon einmal gehört. So knüpft sie immer an Bekanntes an, um durch die Herleitung des Wortes den Wortstamm und mögliche Weiterve","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"842 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"133491662","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"GMA-Prize for young medical educators 2011","authors":"S. Huwendiek, E. G. Hahn","doi":"10.3205/zma000715","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000715","url":null,"abstract":"Die Arbeitsgemeinschaft „Junge Lehrende“ der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschätzung, Unterstützung und die Ausbildungssituation für angehende Berufstätige in der Hochschullehre zu verbessern und zu stärken und deshalb unter anderemdenGMA-Preis für Junge Lehrende initiiert. Der Preis wird vom Vorstand der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung e.V. für herausragende Leistungen und Projekte in der Medizinischen Hochschullehre verliehen, insbesondere für","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"32 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"129808803","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Physico-Technical Medicine (PTM) - a new Master-Online study course for physicians","authors":"J. Guttmann, S. Dreier, S. Schumann","doi":"10.3205/zma000713","DOIUrl":"https://doi.org/10.3205/zma000713","url":null,"abstract":"Mit Beginn des laufenden Winter-Semesters 2010/11 hat erstmals der neue Master-Online Studiengang Physikalisch-TechnischeMedizin (PTM) seinen Studienbetrieb aufgenommen. Der berufsbegleitende Studiengang, der von der Universität Freiburg (Medizinische Fakultät) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen (HFU; Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik) angeboten wird, wird durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen der Zukunftsoffensive unterstützt. Der akkreditierte Studiengang PTM wendet sich ausschließlich an approbierte Ärzte und bietet diesen nach einer mindestens 2,5-jährigen Studiendauer einen international anerkannten Abschluss mit dem akademischen Grad Master of Science (M.Sc.), der von der Universität Freiburg verliehen wird. Motivation: Die Motivation zur Einrichtung des Studiengangs PTM trägt dem deutlich fortgeschrittenen Technisierungsgrad der Medizin Rechnung. Erweiterte Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie bei nach wie vor bestehendem Sicherheitsrisiko für den Patienten haben zu der Erkenntnis geführt, dass eine praktische und theoretische Zusatzausbildung in den Bereichen der medizinischen Technik und Physik für Ärzte immer wichtiger wird. Eine erste Antwort im Hinblick auf diese Ausbildungslücke besteht in der Einrichtungmedizinischer Simulationszentren zur praktischen AusundWeiterbildung im Sinne von Simulation-Based Training (SBT). Darüber hinaus existiert derzeit jedoch für Mediziner praktisch kein Lehrangebot – und schon gar nicht berufsbegleitend. Kompetenzen: Der Studiengang PTM vermittelt die Grundlagenkompetenz zum vertieften Verständnis technisch-physikalischer Zusammenhänge und dieMethodenkompetenz zur Anwendung und bestmöglichen Nutzung von medizintechnischem Gerät. Die durch den Studiengang vermittelte Entwicklungsund Forschungskompetenz in Verbindung mit der didaktischen Kompetenz setzen den Arzt in die Lage, das wichtige Feld der medizinischen Simulationstechnik zu besetzen. Managementkompetenzen im Verbund mit ökonomischer Kompetenz erlauben dem Arzt, fundierte Investitionsentscheidungen für medizintechnisches Gerät zu treffen. Aufbau und Organisation des Studiengangs:Der StudiengangPTM umfasst eine Basisausbildungmit praktischen Phasen sowie eine vertiefte Ausbildung in zwei besonders medizintechnisch-orientierten Bereichen, die ausmehreren Alternativen ausgewählt werden können (Intensivund OP-Technik, Kardiotechnik, Radiologie, funktionelle Bildgebung undweitere). Das Studienprogrammumfasst 90 Credit Points (nach ECTS) inklusive der wissenschaftlichen Abschlussarbeit (Master Thesis), für die eine Dauer von ca. 6 Monaten angesetzt wird. Die Arbeitsbelastung für den Studierenden entspricht 12-16 Credit Points pro Semester bei einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsbelastung vonmaximal 10 Stunden. Signaturen des Studiengangs sind das „Blended Learning“-Konzept mit einem hohen online-Anteil (90%) und einem niedrigen Präsenz-Anteil (10%), die intensive Betreuung durch Dozenten und zertifizierte T","PeriodicalId":125822,"journal":{"name":"GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung","volume":"20 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"133413003","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}