W. Keuthage, Sophie Gärtner, Moritz Konstanski, B. Debring, Leon Frank Wenzel
{"title":"Umfrage „Hafer und Hafertage in der Therapie des\u0000 Typ-2-Diabetes“","authors":"W. Keuthage, Sophie Gärtner, Moritz Konstanski, B. Debring, Leon Frank Wenzel","doi":"10.1055/a-2220-5860","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-2220-5860","url":null,"abstract":"\u0000 Ziel Befragung von Fachkräften zum aktuellen therapeutischen Einsatz von\u0000 Hafertagen bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) und anderen Erkrankungen im\u0000 stationären und ambulanten Bereich in Deutschland.\u0000 Methodik Es wurde eine online-basierte, quantitative Umfrage durchgeführt,\u0000 an der initial 232 Fachkräfte (Diabetesberater*innen, Ärzt*innen,\u0000 Ernährungsfachkräfte) teilnahmen, 82 Personen beendeten die Umfrage innerhalb\u0000 der ersten drei Fragen. Zu den übrigen Fragen erfolgten minimal 109 und maximal\u0000 150 Antworten. Eine zusätzlich durchgeführte PubMed-Recherche identifizierte\u0000 drei Studien zu den Stoffwechseleffekten von Hafertagen bei Menschen mit\u0000 T2D.\u0000 Ergebnisse Fast alle Teilnehmenden, die von den therapeutischen Effekten\u0000 der Hafertage gehört hatten, halten diese für sinnvoll und empfehlen sie Ihren\u0000 Patient*innen (94%). Als häufigste Gründe für den Einsatz der Hafertage wurden\u0000 T2D (85%), Insulinresistenz/Prä-Diabetes (81%) und Fettleber (81%) genannt.\u0000 Deutlich öfter als die strengen (6%) seien modifizierte Hafertage (93%) zu\u0000 empfehlen. Die Befragten gaben an, dass bei den Patient*innen, die die\u0000 Hafertagen einsetzten, positive Effekte auf die benötigte Insulinmenge (bei 70%)\u0000 und auf die Nüchtern-Blutglukosewerte (bei 60%) zu beobachten waren. Am\u0000 häufigsten werden die Hafertage an einem Tag pro Woche (50%) beziehungsweise an\u0000 zwei Tagen pro Monat (41%) durchgeführt. In der Literatur wurden drei\u0000 Interventionsstudien identifiziert, welche zeigten, dass Hafertage zu einer\u0000 signifikanten Senkung der Insulindosis führten. Bei zwei der Studien konnte vier\u0000 Wochen nach den Hafertagen ein verminderter HbA1c-Wert nachgewiesen werden.\u0000 Darüber hinaus gibt es zahlreiche Daten zu den Effekten von Hafer-Beta-Glucan\u0000 bei T2D, aber auch bei anderen Indikationen wie Fettleber,\u0000 Fettstoffwechselstörungen und Adipositas.\u0000 FazitDie Umfrage bestätigt die hohe Akzeptanz von Hafertagen in der\u0000 Therapie bei Menschen mit T2D im stationären und ambulanten Bereich.","PeriodicalId":308276,"journal":{"name":"Aktuelle Ernährungsmedizin","volume":"45 38","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2024-05-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141142067","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}