{"title":"Dysphagie in der phoniatrischen und HNO-ärztlichen Praxis - Medikamentöse, chirurgische und Übungstherapie","authors":"D. M. G. Schade","doi":"10.1055/S-2004-827100","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/S-2004-827100","url":null,"abstract":"Klinische Vorgehensweise bei der Dysphagie-Diagnostik im HNO-Bereich Anamnese Gerade in der Diagnostik von Schluckstörungen hat die Anamnese einen entscheidenden Stellenwert. Nach Untersuchungen von Castell und Donner kann eine gründliche Anamnese in bis zu 85% der Fälle zur richtigen Diagnose führen (4). Der Einsatz standardisierter Fragebögen kann hierbei hilfreich sein (25). Als indirekte Zeichen auf eine Dysphagie können Symptome wie eine unklare Gewichtsabnahme, rezidivierend auftretende subfibrile Temperaturen oder unklares Fieber hinweisen. Auch die Schilderung von Patienten, gehäuft an Husten zu leiden, beziehungsweise die Angabe des Patienten, vermehrt Bronchitiden oder auch Pneumonien durchgemacht zu haben, muss auch im Hinblick auf die Differentialdiagnose einer Schluckstörung ernst genommen werden. Veränderungen des Stimmklanges oder der Sprache, ein Kloßoder Fremdkörpergefühl im Hals oder auch die Angabe von Patienten, unter Sodbrennen zu leiden oder vermehrt aufstoßen zu müssen, kann ein indirekter Hinweis auf ein wiederholtes dysphagisches Geschehen sein. Dysphagische Beschwerdebilder gehören zu den häufigsten Krankheiten überhaupt und spielen auch in der Sprechstunde des Phoniaters und HNO-Arztes eine wichtige Rolle. Dabei kommt eine Vielzahl von Erkrankungen aus den Bereichen der unterschiedlichsten medizinischen Spezialdisziplinen als Ursache von Schluckstörungen in Betracht. Aus diesem Grunde ist häufig ein interdisziplinäres Vorgehen bei der Diagnostik und Therapie von Dysphagien notwendig. Im HNO-Bereich wird zunächst eine spezielle Schluckanamnese durchgeführt, bevor nach einer allgemeinen klinischen Untersuchung spezielle Untersuchungsverfahren wie die videoendoskopisch kontrollierte Farbschluckuntersuchung zur Anwendung kommen. Bei der Therapie von Schluckstörungen unterscheidet man medikamentöse und chirurgische Verfahren von Übungstherapien, die nach restituierenden, kompensatorischen und adaptativen Verfahren unterschieden werden. Um Patienten mit dysphagischen Störungsbildern adäquat helfen zu können, ist die Vorstellung bei einem spezialisierten Arzt unumgänglich, der eine entsprechende Diagnostik veranlasst und koordiniert und eine spezifische Therapie einleiten kann.","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"391 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"133545257","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Dysphagie: Symptom mit vielen Ursachen","authors":"K. Kunze1","doi":"10.1055/S-2004-827096","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/S-2004-827096","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"63 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"116332851","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Dysphagie im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter - Ess-, Schluck- und Nahrungstransportstörungen","authors":"Karl Bentele1","doi":"10.1055/s-2004-827095","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-827095","url":null,"abstract":"Altersgebundene Physiologie und Pathophysiologie bei Kindern Bei noch kleinen Frühgeborenen kann die Dysphagie noch durch anatomische und funktionelle Unreife bedingt sein. Je jünger ein Kind ist, desto häufiger sind Störungen der Nahrungsaufnahme mit Störungen der Atemtätigkeit verbunden. Bei Frühund Neugeborenen ist der Saugvorgang unabdingbare Voraussetzung für das Schlucken. Beide Aktivitäten müssen effektiv mit dem Atmen koordiniert werden (1, 2). Noch unreife, aber mit 34 bis 36 Wochen Postkonzeptionsalter schon altersentsprechend effizient trinkende und atmende Frühgeborene können, um ein Verschlucken mit Aspiration zu verhindern, Schlucken und Atmen alternierend über jeweils einige Sekunden sehr ökonomisch nur schlucken oder nur atmen. Noch kleineren oder kranken Frühgeborenen gelingt das noch nicht, ohne dass es dabei zu einer oft markanten Hypoxämie kommt. Sie bedürfen daher eines kontinuierlichen pulsoximetrischen Monitorings um bei jedem Trinken und „Füttern“ Hypoxien und deren Folgeschäden sowie infolge der mangelhaften Koordination mit dem Atmen auch rezidivierende Mikroaspirationen zu vermeiden. Eine akute Dysphagie äußert sich bei kleineren Die akute Dysphagie ist gerade im Kindesalter ein häufiges und bedrohliches Symptom mit vielfältigen Ursachen. Im Kleinkindesalter steht das Schlucken (und Hängenbleiben) von Fremdkörpern oder von ätzenden laugenhaltigen Substanzen an erster Stelle. Bei Neugeborenen mit anders nicht erklärbaren respiratorischen Symptomen und Regurgitation ist immer an angeborene Fehlbildungen zu denken, die entweder nur die Nahrungsoder die Nahrungsund Atemwege betreffen. Die Symptomatik wird erst mit zunehmendem Alter der Kinder eindeutiger. Bei Säuglingen und Kleinkindern, die ja ihre Symptome noch nicht schildern können, stehen oft Allgemeinsymptome mit Atemstörungen und Erbrechen und bei Schmerzen Schreien im Vordergrund. Die chronische Dysphagie ist auch im Kindesalter ein häufig viel zu wenig beachtetes oder gar unerkanntes Symptom, das schwere und manchmal irreversible Folgen wie massive Gedeihstörungen (erworbene Dystrophie) nach sich ziehen kann. Die Mehrzahl der Kinder mit chronischer Dysphagie leidet an einer angeborenen oder postnatal erworbenen morphologischen Veränderung der Nahrungsaufnahmeorgane, entweder isoliert oder im Rahmen einer der zahlreichen Grunderkrankungen. Dass eine unerkannte oder nicht richtig diagnostizierte und adäquat behandelte chronische Dysphagie auch zu schweren subjektiven Leiden mit zusätzlichen reaktiven Verhaltensstörungen von Kindern und Jugendlichen führt, die aufgrund ihrer übergeordneten Erkrankung und Behinderung sich oft sprachlich nicht mitteilen können, kann gar nicht genug betont werden. Die diagnostischen Möglichkeiten, insbesondere die Endoskopie, sind heute kindgerecht einsetzbar. Bei schweren persistierenden Schluckund Essstörungen muss je nach Prognose der Grunderkrankung rechtzeitig eine permanente Sondenernährung (z.B. PEG) erwogen und nach umfassender A","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"129262976","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
M. Winter1, D. Petit2, B. Hossfeld1, W. Schmidtbauer3
{"title":"Organisation und Einsatzablauf am Beispiel des Bombenattentates auf einen Bus der Bundeswehr in Kabul - Rettungskette im militärischen Auslandseinsatz","authors":"M. Winter1, D. Petit2, B. Hossfeld1, W. Schmidtbauer3","doi":"10.1055/s-2004-818025","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-818025","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"2 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"121234651","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Dysphagie in der phoniatrischen und HNO-ärztlichen Praxis - Medikamentöse, chirurgische und Übungstherapie","authors":"D. M. G. Schade","doi":"10.1055/s-2004-818023","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-818023","url":null,"abstract":"Klinische Vorgehensweise bei der Dysphagie-Diagnostik im HNO-Bereich Anamnese Gerade in der Diagnostik von Schluckstörungen hat die Anamnese einen entscheidenden Stellenwert. Nach Untersuchungen von Castell und Donner kann eine gründliche Anamnese in bis zu 85% der Fälle zur richtigen Diagnose führen (4). Der Einsatz standardisierter Fragebögen kann hierbei hilfreich sein (25). Als indirekte Zeichen auf eine Dysphagie können Symptome wie eine unklare Gewichtsabnahme, rezidivierend auftretende subfibrile Temperaturen oder unklares Fieber hinweisen. Auch die Schilderung von Patienten, gehäuft an Husten zu leiden, beziehungsweise die Angabe des Patienten, vermehrt Bronchitiden oder auch Pneumonien durchgemacht zu haben, muss auch im Hinblick auf die Differentialdiagnose einer Schluckstörung ernst genommen werden. Veränderungen des Stimmklanges oder der Sprache, ein Kloßoder Fremdkörpergefühl im Hals oder auch die Angabe von Patienten, unter Sodbrennen zu leiden oder vermehrt aufstoßen zu müssen, kann ein indirekter Hinweis auf ein wiederholtes dysphagisches Geschehen sein. Dysphagische Beschwerdebilder gehören zu den häufigsten Krankheiten überhaupt und spielen auch in der Sprechstunde des Phoniaters und HNO-Arztes eine wichtige Rolle. Dabei kommt eine Vielzahl von Erkrankungen aus den Bereichen der unterschiedlichsten medizinischen Spezialdisziplinen als Ursache von Schluckstörungen in Betracht. Aus diesem Grunde ist häufig ein interdisziplinäres Vorgehen bei der Diagnostik und Therapie von Dysphagien notwendig. Im HNO-Bereich wird zunächst eine spezielle Schluckanamnese durchgeführt, bevor nach einer allgemeinen klinischen Untersuchung spezielle Untersuchungsverfahren wie die videoendoskopisch kontrollierte Farbschluckuntersuchung zur Anwendung kommen. Bei der Therapie von Schluckstörungen unterscheidet man medikamentöse und chirurgische Verfahren von Übungstherapien, die nach restituierenden, kompensatorischen und adaptativen Verfahren unterschieden werden. Um Patienten mit dysphagischen Störungsbildern adäquat helfen zu können, ist die Vorstellung bei einem spezialisierten Arzt unumgänglich, der eine entsprechende Diagnostik veranlasst und koordiniert und eine spezifische Therapie einleiten kann.","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"32 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"133632713","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Neurogene Dysphagien bei verschiedenen Grunderkrankungen - Grundlagen, Komplikationen und Gefahren","authors":"K. Kunze1","doi":"10.1055/s-2004-827099","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-827099","url":null,"abstract":"heimen so häufig Gewichtsabnahmen und Exsikkosen beobachtet werden, nicht ohne Weiteres alleine auf eine Dysphagie zurückführen, es kommen bei Älteren eine ganze Reihe von Erkrankungen in Frage. Darüber hinaus tritt bei Älteren auch eine Verminderung von Durstund Hungergefühl auf. Bei diesen vermeintlich gesunden Älteren lassen sich derzeit keine sicheren Schlüsse auf die Häufigkeit des Symptoms Dysphagie ziehen, und andererseits variieren die Angaben über die Häufigkeit bei verschiedenen Erkrankungen stark, bei denen die Dysphagie zum Teil auch zu den diagnostischen Kriterien gehört (1–4). Im Auftrag der European Study Group for Diagnosis and Therapy of Dysphagia and Globus (EGDG) wurde im Jahr 1989 eine europaweite Umfrage bei älteren Menschen Dysphagie ist ein Symptom, keine Krankheit, das nicht nur häufiger vorkommt als gemeinhin angenommen wird, sondern auch ein außerordentlich wichtiges Symptom, das in vielen Fällen das Behandlungsergebnis der Grunderkrankungen entscheidend beeinflusst. Um damit richtig umgehen zu können und auch die Einteilung in neurogene und ösophagene Dysphagien richtig einschätzen zu können, wird im ersten Teil auf die Grundlagen, auch die neurophysiologischen, des Schluckvorgangs eingegangen und im zweiten Teil auf das Vorkommen der neurogenen Dysphagien mit den möglichen Komplikationen und Gefahren bei verschiedenen Grunderkrankungen. Zum Abschluss werden medikamenteninduzierte Dysphagien beziehungsweise medikamentenbedingte Verschlechterungen der Dysphagien besprochen.","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"37 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"123185819","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Neurogene Dysphagien bei verschiedenen Grunderkrankungen - Grundlagen, Komplikationen und Gefahren","authors":"K. Kunze1","doi":"10.1055/s-2004-827093","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-827093","url":null,"abstract":"heimen so häufig Gewichtsabnahmen und Exsikkosen beobachtet werden, nicht ohne Weiteres alleine auf eine Dysphagie zurückführen, es kommen bei Älteren eine ganze Reihe von Erkrankungen in Frage. Darüber hinaus tritt bei Älteren auch eine Verminderung von Durstund Hungergefühl auf. Bei diesen vermeintlich gesunden Älteren lassen sich derzeit keine sicheren Schlüsse auf die Häufigkeit des Symptoms Dysphagie ziehen, und andererseits variieren die Angaben über die Häufigkeit bei verschiedenen Erkrankungen stark, bei denen die Dysphagie zum Teil auch zu den diagnostischen Kriterien gehört (1–4). Im Auftrag der European Study Group for Diagnosis and Therapy of Dysphagia and Globus (EGDG) wurde im Jahr 1989 eine europaweite Umfrage bei älteren Menschen Dysphagie ist ein Symptom, keine Krankheit, das nicht nur häufiger vorkommt als gemeinhin angenommen wird, sondern auch ein außerordentlich wichtiges Symptom, das in vielen Fällen das Behandlungsergebnis der Grunderkrankungen entscheidend beeinflusst. Um damit richtig umgehen zu können und auch die Einteilung in neurogene und ösophagene Dysphagien richtig einschätzen zu können, wird im ersten Teil auf die Grundlagen, auch die neurophysiologischen, des Schluckvorgangs eingegangen und im zweiten Teil auf das Vorkommen der neurogenen Dysphagien mit den möglichen Komplikationen und Gefahren bei verschiedenen Grunderkrankungen. Zum Abschluss werden medikamenteninduzierte Dysphagien beziehungsweise medikamentenbedingte Verschlechterungen der Dysphagien besprochen.","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"61 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"129575588","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Dysphagie: Symptom mit vielen Ursachen","authors":"K. Kunze1","doi":"10.1055/s-2004-818019","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-818019","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"32 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"122584172","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Störung des Schluckaktes, Dysphagie als Notfall, K. Kunze
{"title":"Dysphagie als Notfall - Störung des Schluckaktes","authors":"Störung des Schluckaktes, Dysphagie als Notfall, K. Kunze","doi":"10.1055/s-2004-827098","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-827098","url":null,"abstract":"Schluckaktes, die sich beginnend im Lippen-Wangen-Mund-Bereich bis hin zum Magen, zeitlich determiniert unter Einschluss einer kurzen Apnoe von 0,3–2,5 Sekunden abspielen, erfordern ein optimal aufeinander abgestimmtes neuronales und muskuläres Netzwerk. Daraus ergibt sich eine Vielfalt von Schädigungsmöglichkeiten des Schluckaktes in den verschiedenen Abschnitten durch mechanische Irritationen, Traumata, Tumoren, Entzündungen und Achalasie neben den zahlreichen neurogenen Dysphagien. Letztere stellen eine besonders wichtige Gruppe der Dysphagien dar, weil sie in die neuralen und neuromuskulären Funktionsabläufe von der Muskulatur bis hin zu den Schluckzentren direkt eingreifen. Dabei kommt es bei den systemischen Erkrankungen sowohl zu chronischen wie auch zusätzlich akut auftretenden, mit deletären Folgen einhergehenden Krankheitssymptomen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass es sich bei der Dysphagie nicht um eine Krankheit, sondern um ein häufig auftretendes Symptom handelt.","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"240 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"121122611","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Dysphagie im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter - Ess-, Schluck- und Nahrungstransportstörungen","authors":"Karl Bentele1","doi":"10.1055/s-2004-818024","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-2004-818024","url":null,"abstract":"Altersgebundene Physiologie und Pathophysiologie bei Kindern Bei noch kleinen Frühgeborenen kann die Dysphagie noch durch anatomische und funktionelle Unreife bedingt sein. Je jünger ein Kind ist, desto häufiger sind Störungen der Nahrungsaufnahme mit Störungen der Atemtätigkeit verbunden. Bei Frühund Neugeborenen ist der Saugvorgang unabdingbare Voraussetzung für das Schlucken. Beide Aktivitäten müssen effektiv mit dem Atmen koordiniert werden (1, 2). Noch unreife, aber mit 34 bis 36 Wochen Postkonzeptionsalter schon altersentsprechend effizient trinkende und atmende Frühgeborene können, um ein Verschlucken mit Aspiration zu verhindern, Schlucken und Atmen alternierend über jeweils einige Sekunden sehr ökonomisch nur schlucken oder nur atmen. Noch kleineren oder kranken Frühgeborenen gelingt das noch nicht, ohne dass es dabei zu einer oft markanten Hypoxämie kommt. Sie bedürfen daher eines kontinuierlichen pulsoximetrischen Monitorings um bei jedem Trinken und „Füttern“ Hypoxien und deren Folgeschäden sowie infolge der mangelhaften Koordination mit dem Atmen auch rezidivierende Mikroaspirationen zu vermeiden. Eine akute Dysphagie äußert sich bei kleineren Die akute Dysphagie ist gerade im Kindesalter ein häufiges und bedrohliches Symptom mit vielfältigen Ursachen. Im Kleinkindesalter steht das Schlucken (und Hängenbleiben) von Fremdkörpern oder von ätzenden laugenhaltigen Substanzen an erster Stelle. Bei Neugeborenen mit anders nicht erklärbaren respiratorischen Symptomen und Regurgitation ist immer an angeborene Fehlbildungen zu denken, die entweder nur die Nahrungsoder die Nahrungsund Atemwege betreffen. Die Symptomatik wird erst mit zunehmendem Alter der Kinder eindeutiger. Bei Säuglingen und Kleinkindern, die ja ihre Symptome noch nicht schildern können, stehen oft Allgemeinsymptome mit Atemstörungen und Erbrechen und bei Schmerzen Schreien im Vordergrund. Die chronische Dysphagie ist auch im Kindesalter ein häufig viel zu wenig beachtetes oder gar unerkanntes Symptom, das schwere und manchmal irreversible Folgen wie massive Gedeihstörungen (erworbene Dystrophie) nach sich ziehen kann. Die Mehrzahl der Kinder mit chronischer Dysphagie leidet an einer angeborenen oder postnatal erworbenen morphologischen Veränderung der Nahrungsaufnahmeorgane, entweder isoliert oder im Rahmen einer der zahlreichen Grunderkrankungen. Dass eine unerkannte oder nicht richtig diagnostizierte und adäquat behandelte chronische Dysphagie auch zu schweren subjektiven Leiden mit zusätzlichen reaktiven Verhaltensstörungen von Kindern und Jugendlichen führt, die aufgrund ihrer übergeordneten Erkrankung und Behinderung sich oft sprachlich nicht mitteilen können, kann gar nicht genug betont werden. Die diagnostischen Möglichkeiten, insbesondere die Endoskopie, sind heute kindgerecht einsetzbar. Bei schweren persistierenden Schluckund Essstörungen muss je nach Prognose der Grunderkrankung rechtzeitig eine permanente Sondenernährung (z.B. PEG) erwogen und nach umfassender A","PeriodicalId":239362,"journal":{"name":"Notfallmedizin in der täglichen Praxis","volume":"225 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2004-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"130508219","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}