Stephanie Nobis, Elena Heber, D. Lehr, D. D. Ebert
{"title":"E-Mental Health: Selbstmanagement beim Diabetes mellitus Typ 2 – Möglichkeiten von internetbasierten Gesundheitsinterventionen","authors":"Stephanie Nobis, Elena Heber, D. Lehr, D. D. Ebert","doi":"10.5771/9783845289915-281","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-281","url":null,"abstract":"Den Möglichkeiten von e-Health werden in der ambulanten medizinischen Versorgung eine große Bedeutung zugewiesen. Mithilfe von eHealth, d. h. der Nutzung von Informationsund Kommunikationstechnologien, kann bspw. die Ortsgebundenheit in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung überwunden werden, was insbesondere in ländlicheren Regionen und bei Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Mobilität einen bedeutsamen Aspekt darstellt. E-Health Technologien können dabei sowohl für Anbieter als auch für Nachfrager dazu beitragen, eine alternative patientenzentrierte gesundheitliche und pflegerische Ausgestaltung zu realisieren (Fischer et al. 2016). Einen besonderen Anwendungsfall stellt dabei das Themenfeld E-Mental-Health dar. E-Mental-Health ist ein Überbegriff für die Anwendung neuer Medien zur Prävention, Behandlung und Nachsorge psychischer Erkrankungen. „E-Mental-Health kann als ein allgemeiner Begriff verstanden werden, der die Nutzung von Informationsund Kommunikationstechnologie beschreibt – insbesondere Technologien, die das Internet betreffen – die dazu eingesetzt werden, die psychische Gesundheit und die Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit zu verbessern. Dies schließt Menschen mit Substanzmissbrauch und komorbiden körperlichen Erkrankungen ein. E-Mental-Health umfasst die Nutzung digitaler Technologie und neuer Medien, um Screening-Maßnahmen, Gesundheitsförderung, Prävention, Behandlungen oder Rückfallprophylaxe anzubieten. Auch Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung (z. B. elektronische Patientenakten), berufliche Weiterbildung (z. B. mittels E-Learning) und Onlineforschung im Bereich der psychischen Gesundheit ist Teil von E-Mental-Health.“ (Riper et al. 2010; Übersetzung durch die Autoren) Der folgende Beitrag befasst sich mit dem Potenzial von Internetbasierten Gesundheitsinterventionen (IGI) (Synonyme: u.a. Online-Gesundheitstraining, Online-Therapie, Internet-Interventionen, Online-Gesundheitsinterven-","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"123316827","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Zugang zu chronisch Erkrankten finden – welche Möglichkeiten bietet die Kommune? INSEA an der Patientenuniversität Hannover als Praxisbeispiel","authors":"Meyer, Rutz, Haack, Seidel, Dierks","doi":"10.5771/9783845289915-149","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-149","url":null,"abstract":"Eine der größten Herausforderungen bei der Implementierung der Gesund und aktiv leben-Kurse ist es, chronisch erkrankte Menschen zu erreichen. Als Akteur der Gesundheitsbildung verfolgt die Patientenuniversität der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) den Ansatz, durch Vernetzung mit anderen Akteuren in der Kommune die Kurse möglichst vielen Menschen in ihren Lebenswelten bekannt und zugänglich zu machen. Im folgenden Beitrag wird beschrieben, welche Faktoren für die Erreichbarkeit chronisch erkrankter Menschen zentral sind und wie der Zugang gelingen kann.","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"19 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"127097618","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Ergebnisse aus der Evaluation der Gesund und aktiv leben-Kurse – Inanspruchnahme, Outcomes, Akzeptanz","authors":"M. Haack, G. Seidel, M. Dierks","doi":"10.5771/9783845289915-167","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-167","url":null,"abstract":"Internationale Untersuchungen zum CDSMP (vergleichbar mit den Gesund und aktiv leben-Kursen, siehe Kapitel 10) haben bereits gezeigt, dass die Teilnahme am Kursprogramm bei chronisch kranken Menschen unter anderem zu einer verbesserten Arzt-Patienten-Kommunikation, zu mehr Bewegung und einer Verbesserung des selbsteingeschätzten Gesundheitszustandes führen kann (Brady et al. 2013). Außerdem zeigten sich gesteigerte Selbstmanagementfähigkeiten (Stone/Packer 2010; Cheng et al. 2016) und in deutschsprachigen Kursen in Österreich und der Schweiz Verbesserungen der Selbstwirksamkeitserwartung der Kursbesucherinnen und -besucher (Haslbeck et al. 2015). Ob ähnliche Ergebnisse auch bei den Teilnehmenden der INSEA Gesund und aktiv leben-Kurse in Deutschland beobachtet werden können, wird mit einer umfangreichen kursbegleitenden Evaluation untersucht. Die Evaluation ist zudem Voraussetzung für den Erhalt der Stanford-Lizenz: alle auf Basis der Lizenz durchgeführten Kurse müssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Nachhaltigkeit überprüft werden. Die Evaluation ist Aufgabe der Nationalen Koordinierungsstelle von INSEA. In einer Kooperationsvereinbarung ist festgelegt, dass die Praxispartner, also die Einrichtungen, die die Kurse anbieten, zur Mitwirkung verpflichtet sind. Im Mittelpunkt der Evaluation stehen drei Aspekte:","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"127454139","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Chronische Krankheiten und Selbstmanagement","authors":"N. Schmacke","doi":"10.5771/9783845289915-19","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-19","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"3 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"114056690","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"INSEA Selbstmanagement als „Brücke zur Selbsthilfe“ – Erfahrungen aus der Modellregion Bayern","authors":"Christiane Dehne, Theresa Keidel, A. Maier","doi":"10.5771/9783845289915-121","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-121","url":null,"abstract":"Selbsthilfe ist in der Gesellschaft angekommen und hat sich als vierte Säule im Gesundheitswesen etabliert. Trotzdem gibt es Schwierigkeiten, jüngere Menschen und neubetroffene chronisch kranke Menschen für die Idee der Selbsthilfe zu gewinnen. Bei vielen Menschen bestehen nach wie vor Vorbehalte einer Selbsthilfegruppe beizutreten. Trotz Kenntnis des Vorhandenseins von Selbsthilfegruppen dauert es oft Jahre, bis chronisch Kranke diese aufsuchen, um die vielfältigen Hilfs-, Beratungsund Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen. Viele bedauern es später, sich nicht früher in der Selbsthilfe engagiert zu haben. Die Gruppentreffen werden für viele Menschen zu einem wichtigen Faktor zur Stabilisierung und Bewältigung ihrer Erkrankung. Junge Leute haben dazu oft noch das Problem, dass das Label „Selbsthilfegruppe“ für sie etwas antiquiert klingt, manche haben zudem Vorurteile, die meist sehr wenig mit der Realität in den Gruppen zu tun haben. Die bayerischen Selbsthilfekontaktstellen und ihre Netzwerkstelle Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo Bayern) arbeiten themenund indikationsübergreifend zusammen und engagieren sich in der Fortbildung und Vernetzung. 32 Selbsthilfekontaktstellen und rund 11.000 regionale Gruppen zu 900 verschiedenen Themen setzen sich dafür ein, Neubetroffenen den Zugang zur Selbsthilfe zu erleichtern bzw. Gruppengründer und Aktive in Selbsthilfegruppen zu vernetzen und deren Arbeit zu unterstützen. Die Suche und Erprobung neuer Konzepte und Strategien, die Brücken zur Selbsthilfe bauen, nimmt entsprechend einen zentralen Stellenwert der Arbeit ein.","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"129833904","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"The Implementation of CDSMP in Denmark","authors":"N. Faber","doi":"10.5771/9783845289915-191","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-191","url":null,"abstract":"versions of CDSMP in Denmark The Chronic Pain Self-Management program (CPSMP) From the data in the feedback forms for participants we could see that close to 50% had a chronic pain condition. Therefore, in cooperation with the National Board of Health, the Committee decided to disseminate a derived version of the CDSMP, the Chronic Pain Self-Management Program (CPSMP). The program was developed at McGills University in Canada by Professor Sandra LeFort in cooperation with Stanford University. The implementation was financed as an implementation and effect evaluation project by the private foundation Trygfonden. From 2010-2012, the program was disseminated to 41 municipalities, a randomized controlled trial was conducted (n=500) and its results are comparable to international studies. CPSMP started in Denmark at the right strategic moment. The municipalities had little to offer for those citizens who were living with challenges of chronic pain. Today, the Danish CPSMP version is widely disseminated. In many municipalities, the program is also part of local return to work strategies since 80% of those Danish citizens who are the farest away from employment have chronic pain issues. research study CPSMP learned up to 40 % of the participants had moderate to severe symptoms of depression and 24 % suffered from anxiety, so the natural next step was to introduce a mental health version of CDSMP as well. In the United Kingdom, the national health service had developed a CDSMP derivative called ‘New beginnings’. This workshop is focused on all kind of mental health issues. In Denmark, we narrowed the purpose to focus only on anxiety and depression.","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"48 10 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"116312192","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Empowerment, Selbstmanagementförderung und Gesundheitskompetenzvermittlung – Versuch einer Einordnung","authors":"M. Dierks","doi":"10.5771/9783845289915-31","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-31","url":null,"abstract":"Die Relevanz eines guten Selbstmanagements im Zusammenhang mit der Bewältigung von (chronischen) Erkrankungen und einem guten Umgang mit der eigenen Gesundheit ist seit einigen Jahren auch im deutschen Gesundheitswesen erkannt worden. Dazu hat nicht zuletzt die Diskussion um die (geringe) Gesundheitskompetenz chronisch kranker Menschen beigetragen, eine Diskussion, die in eine Reihe von Empfehlungen zur Unterstützung dieser Kompetenz mündete (Schaeffer 2017a). Selbstmanagement und darauf basierende Programme zur Stärkung dieser Fähigkeit haben aktuell noch recht unterschiedliche theoretische Grundlagen. Einige eher veraltete Konzepte gehen von einem normativen Ansatz aus, der einen angepassten Umgang mit Gesundheit und Krankheit mit dem Begriff „Selbst“ verbrämt. Tatsächlich wird in solchen Konzepten unter Selbstmanagement ein Verhalten der Erkrankten verstanden, das sich primär an professionell definierten Empfehlungen bzw. „Anweisungen“ orientiert. Neuere Programme setzen natürlich auch auf entsprechende Empfehlungen, aber ebenso auf die Autonomie und die Ressourcen der Menschen und damit auf Empowerment. In der deutschen, aber auch der internationalen Literatur werden Begriffe wie Empowerment, Selbstmanagement und Gesundheitskompetenz oft synonym oder in beliebiger Kombination genutzt, wenngleich sie durchaus einen je eigenen Stellenwert haben (Schulz u. Nakamoto 2013). Im folgenden Beitrag wird ein Modell entwickelt, das das theoretische Konzept von Empowerment mit seinen Grundlagen und Ansatzpunkten auf Individuen, Institutionen und die Gesellschaft insgesamt im Sinne einer übergreifenden Perspektive definiert. Dabei steht das Modell Gesundheitskompetenz als wissensund handlungsbezogene Komponente in einem relationalen Bedingungszusammenhang und Selbstmanagementförderung als spezifisches Instrument auf der individuellen Ebene mit definierten Outcome-Variablen.","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"130983099","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Erfahrungen mit dem Selbstmanagementprogramm EVIVO in Österreich","authors":"C. Hirtl, M. Schrader","doi":"10.5771/9783845289915-219","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-219","url":null,"abstract":"Pioniergeist und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Im Juni 2017 ist die politische Entscheidung gefallen: Das Kursprogramm Evivo wird unter dem Namen Gesund und aktiv leben in der Steiermark, einem von neun Bundesländern Österreichs, flächendeckend ausgerollt. Das Konzept dafür hat das Frauengesundheitszentrum 2015 und 2016 im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark entwickelt. Diese Entscheidung stellt ein Novum in Österreich dar, wo bis vor wenigen Jahren Selbstmanagementförderung kein Thema war. Sie erkennt Patientinnen und Patienten als Expertinnen und Experten für sich selbst und ihre Gesundheit an und fördert ihre Beteiligung. Auf Patientinnen und Patienten als die größte – bisher ungenutzte – Ressource im steirischen Gesundheitswesen soll nicht länger verzichtet werden. Das Grazer Frauengesundheitszentrum bietet den Selbstmanagementkurs Gesund und aktiv leben seit 2012 an. Der Weg von einer guten Idee bis hin zum Entschluss, die Kurse in der Steiermark auszurollen, dauerte mehrere Jahre. Er erforderte Hartnäckigkeit und Pionierarbeit auf vielen Ebenen. Wie die Rahmenbedingungen in Österreich sind, welche Rolle das Frauengesundheitszentrum darin spielt und wie es gelingen konnte, dass in der Steiermark diese politische Entscheidung getroffen wurde, ist Inhalt der folgenden Ausführungen.","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"117 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"117274322","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Selbstmanagement, Patienten- und Gesundheitskompetenz – Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Modellen","authors":"G. Seidel","doi":"10.5771/9783845289915-47","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783845289915-47","url":null,"abstract":"Chronisch erkrankte Menschen werden heute als gleichberechtigte Partner im Behandlungsgeschehen mit Professionellen im Gesundheitssystem gesehen, als „Koproduzenten von Gesundheit und Krankheit“ und als „Mitgestalter“ der gesundheitlichen Versorgung (Dierks und Schaeffer 2006). Alle „neuen“ Rollenmodelle eint der Gedanke, dass Nutzer auf der Mikroebene partizipativ interagieren wollen (oder sollen) und dass gesunde sowie kranke Menschen Ressourcen benötigen, um sich aktiv an Entscheidungen zu beteiligen (Bitzer et al. 2001; WHO 1986). Um Menschen in dieser aktiven Rolle zu unterstützen, werden seit knapp zwei Jahrzehnten ihre Rechte im Gesundheitswesen in Deutschland kontinuierlich gestärkt. Dies geschieht über verschiedene gesetzliche Regelungen und patientenorientierte Angebote im Rahmen von Gesundheitsinformationen, Patientenberatung und Patientenbeteiligung innerhalb der Gesundheitsversorgung (Dierks et al. 2006; BÄK et al. 2010; Sänger 2008; Schaeffer 2011; Hess 2012; Schwartz et al. 2012; Die Mitglieder der AG 5 von gesundheitsziele.de 2011; BMJV 2003a, 1999). Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Patientenbeteiligungsverordnung aus dem Jahr 2003 (BMJV 2003b), die Etablierung eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten im Jahr 2013 (PatRG 2013), die Allianz zur Förderung der Gesundheitskompetenz (BMG) sowie die Verabschiedung eines Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz (Schaeffer et al. 2018) unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers. Die Empfehlungen des Aktionsplans sollen dazu beitragen, die Gesundheitskompetenz der Menschen in allen Lebenswelten zu fördern, das Gesundheitssystem nutzerfreundlich zu gestalten und die Gesundheitskompetenz systematisch zu erforschen. Personen aus der Politik, Kostenund Leistungsträger sowie Gesundheitswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterstützen diese Bestrebungen (GBA 2016; Zukunftsforum Public Health 2017; SVR 2018; BMG 2017) mit dem Ziel, die Autonomie von Patientinnen und Patienten zu stärken und sie zu befähigen, mit Gesundheit und Krankheit adäquat umzugehen.","PeriodicalId":225109,"journal":{"name":"Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen","volume":"99 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126968880","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}