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Arnold Gehlen Revisited: Eine Polemik zu Moral und Hypermoral in der Geschichtswissenschaft
Arnold Gehlen kritisierte 1969 in einem Schlüsseltext eine sich in der Bundesrepublik bemerkbar machende »Hypermoral«. Der vorliegende Essay betrachtet Gehlens Erwägungen vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Geschichtswissenschaft der letzten 50 Jahre. Der Beitrag plädiert dafür, die Historiographie von der Emotionalisierung und von moralisierenden Zugängen freizuhalten und sich auf Beschreibung und Analyse zu beschränken, selbst wenn eine vorwiegend linke und linksliberale Kritik auf moralische Welterklärungen beharrt.