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Abstract
Lefteris Tsoulfidis' "Capital Theory and Political Economy" bespricht die Diskussion von Kapital als ökonomischer Kategorie ausgehend von den Cambridge-Kapitalkontroversen und bringt die Analyse ins 21. Jahrhundert. Der Autor fasst sowohl die Auffassungen der klassischen Ökonom:innen im 18. und 19. Jahrhundert und Marx' Beiträge als auch die Debatten ab 1950 zusammen und stellt sie in einen Zusammenhang mit einer heutigen Kritik an Neoklassik und Neoricardianismus. Davon ausgehend arbeitet er zentrale theoretische Debatten in empirische Input-Output-Modelle ein und argumentiert für die Anwendung der Kapitalkontroversen in Fragen von Preisbildung und Verteilung. Tsoulfidis kombiniert eine pädagogische Einordnung der Wissenschaftsgeschichte mit weiterverwendbaren empirischen Modellen, sein Buch ist für interessierte Studierende ebenso spannend wie für Forscher:innen mit Interesse an klassischer politischer Ökonomie.