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Abstract
Zusammenfassung. Ein substantieller Teil der Kinder und Jugendlichen erlebt in ihrer Kindheit und Jugend Gewalt. Diese ist ein Unrecht gegenüber den Kindern und Jugendlichen und kann eine Vielzahl von langanhaltenden und schwerwiegenden Folgen haben. Das aktuelle Versorgungssystem wird seiner Aufgabe, die psychischen Folgen so gut wie möglich zu behandeln, nur eingeschränkt gerecht. In diesem Themenschwerpunkt werden aktuelle Forschungen zu diagnostischen und störungsspezifischen Grundlagen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), Behandlungsleitlinien und ihre Umsetzung in der Routineversorgung sowie zu Einstellungen von Behandler_innen vorgestellt. Es wird deutlich, dass in diesem Bereich noch große Aufgaben und Herausforderungen liegen. Um die Situation zu verbessern müssen gefährdete Kinder und Jugendliche besser identifiziert werden und ihnen wirksame Verfahren angeboten werden, die eine schnelle und effektive Entlastung bewirken. Dabei hilft es, wenn wir Versorgungsangebote niedrigschwellig gestalten und den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, diese auch selbst und unkompliziert in Anspruch nehmen zu können. Dazu braucht es eine Zusammenarbeit mit der Familie und allen Hilfesystemen.