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Abstract
Die steigende Zahl von Arzneimittelengpässen betrifft auch Krebspatientinnen und-patienten. Betroffen sind vor allem Medikamente, die schon seit vielen Jahren eingesetzt werden und heute als Generika auf dem Markt verfügbar sind. Sie machen die Hälfte der aktuell über 200 in Deutschland zugelassenen Krebsmedikamente aus. Da die Überlebenschance von Krebspatientinnen und-patienten von der Verfügbarkeit eines Arzneimittels abhängig sein kann, sind die Ängste groß. Eine besondere Aufgabe ist es deshalb, das Vertrauen in die Sicherheit der Arzneimittelversorgung zu erhalten bzw. wiederherzustellen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz hat die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. mit Repräsentanten von weiteren wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf bereits funktionierende Maßnahmen und auf weiterhin bestehende Lücken in der Arzneimittelversorgung hingewiesen. Die Zahl der Arzneimittelengpässe in der Krebstherapie ist im letzten Jahr deutlich gestiegen. Betroffen waren vor allem Medikamente, die schon seit langem erfolgreich eingesetzt werden. Dazu gehörten Tamoxifen und nab-Paclitaxel, die u. a. bei Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs und Karzinomen im Magendarmbereich als Standard eingesetzt werden. Darüber hinaus fehlten auch unterstützende Arzneimittel wie Calciumfolinat, Harnsäuresenker, Antibiotika und Immunglobuline. Prof. Dr. med. Hermann Einsele, GeSchutz vor Arzneimittelengpässen bei Krebspatienten
期刊介绍:
With the first issue in 2014, the journal ''Onkologie'' has changed its title to ''Oncology Research and Treatment''. By this change, publisher and editor set the scene for the further development of this interdisciplinary journal. The English title makes it clear that the articles are published in English – a logical step for the journal, which is listed in all relevant international databases. For excellent manuscripts, a ''Fast Track'' was introduced: The review is carried out within 2 weeks; after acceptance the papers are published online within 14 days and immediately released as ''Editor’s Choice'' to provide the authors with maximum visibility of their results. Interesting case reports are published in the section ''Novel Insights from Clinical Practice'' which clearly highlights the scientific advances which the report presents.