Katja Ickstadt, Susanne Breitner-Busch, André Conrad, Andreas Diekmann, Christina Elmer, Simon Felgendreher, Roland Fried, Sarah Friedrich, Kateryna Fuks, Andreas Groll, Andreas Hense, Claudia Hornberg, Helmut Küchenhoff, Heinz Leitgöb, Friederike Paetz, Walter J. Radermacher, Simon Schürz, Kathrin Wolf
{"title":"Beschleunigung umweltpolitischer Entscheidungen durch verlässliche Daten und effiziente statistische Methoden","authors":"Katja Ickstadt, Susanne Breitner-Busch, André Conrad, Andreas Diekmann, Christina Elmer, Simon Felgendreher, Roland Fried, Sarah Friedrich, Kateryna Fuks, Andreas Groll, Andreas Hense, Claudia Hornberg, Helmut Küchenhoff, Heinz Leitgöb, Friederike Paetz, Walter J. Radermacher, Simon Schürz, Kathrin Wolf","doi":"10.1007/s11943-025-00360-w","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"<p>Die Dringlichkeit ist gut belegt: Klimawandel, Biodiversitätskrise und diverse andere Umweltprobleme führen nicht nur zu wirtschaftlichen Schäden immer größeren Ausmaßes – auch die Bevölkerung ist von den Auswirkungen auf die Gesundheit und den Lebensraum direkt betroffen. Klare Entscheidungen und wirksame Maßnahmen sind unmittelbar erforderlich. Jedoch sind die Wirkungszusammenhänge oftmals global, komplex und schwer nachzuweisen und daher Wirkungen von Maßnahmen nur mit großer Unsicherheit zu prognostizieren. Öffentliche Debatten und politische Akteure benötigen daher mehr denn je belastbare Daten und verlässliche Methoden. Nur so lässt sich verwirklichen, was notwendig ist.</p><p>Dieser Artikel beschreibt den aktuellen Wissensstand und zentrale Methoden in fünf wesentlichen Bereichen der Umweltstatistik. Wie lassen sich die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen quantifizieren? Wie wirken Umweltfaktoren auf die Gesundheit? Was beeinflusst die Akzeptanz von Umweltmaßnahmen? Wie lassen sich Wege zur Eindämmung des Klimawandels evidenzbasiert entwickeln und bewerten? Und welche Daten müssen für die genannten Fragestellungen erhoben und verknüpft werden?</p><p>Mit Expertisen aus unterschiedlichen Fachgebieten der Umweltstatistik wie Umweltepidemiologie, Umwelthandeln, Ökosysteme und Klimawandel liefert dieser Beitrag den wissenschaftlichen Kontext für aktuelle Entwicklungen und drängende Entscheidungen. Relevante Evidenz für den öffentlichen Diskurs und die politische Meinungsbildung basiert dabei auf verlässlichen Daten und effizienten statistischen Methoden. Hier werden durchaus Bedarfe und Potenzial für Verbesserungen gesehen. Drei Forderungen an die Politik kondensieren daher schließlich dringende Bedarfe, die sich aus der umweltstatistischen Forschung ergeben und nur mithilfe staatlicher Regelungen umgesetzt werden können.</p>","PeriodicalId":100134,"journal":{"name":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","volume":"19 3-4","pages":"113 - 159"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"2025-11-06","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s11943-025-00360-w.pdf","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://link.springer.com/article/10.1007/s11943-025-00360-w","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Die Dringlichkeit ist gut belegt: Klimawandel, Biodiversitätskrise und diverse andere Umweltprobleme führen nicht nur zu wirtschaftlichen Schäden immer größeren Ausmaßes – auch die Bevölkerung ist von den Auswirkungen auf die Gesundheit und den Lebensraum direkt betroffen. Klare Entscheidungen und wirksame Maßnahmen sind unmittelbar erforderlich. Jedoch sind die Wirkungszusammenhänge oftmals global, komplex und schwer nachzuweisen und daher Wirkungen von Maßnahmen nur mit großer Unsicherheit zu prognostizieren. Öffentliche Debatten und politische Akteure benötigen daher mehr denn je belastbare Daten und verlässliche Methoden. Nur so lässt sich verwirklichen, was notwendig ist.
Dieser Artikel beschreibt den aktuellen Wissensstand und zentrale Methoden in fünf wesentlichen Bereichen der Umweltstatistik. Wie lassen sich die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen quantifizieren? Wie wirken Umweltfaktoren auf die Gesundheit? Was beeinflusst die Akzeptanz von Umweltmaßnahmen? Wie lassen sich Wege zur Eindämmung des Klimawandels evidenzbasiert entwickeln und bewerten? Und welche Daten müssen für die genannten Fragestellungen erhoben und verknüpft werden?
Mit Expertisen aus unterschiedlichen Fachgebieten der Umweltstatistik wie Umweltepidemiologie, Umwelthandeln, Ökosysteme und Klimawandel liefert dieser Beitrag den wissenschaftlichen Kontext für aktuelle Entwicklungen und drängende Entscheidungen. Relevante Evidenz für den öffentlichen Diskurs und die politische Meinungsbildung basiert dabei auf verlässlichen Daten und effizienten statistischen Methoden. Hier werden durchaus Bedarfe und Potenzial für Verbesserungen gesehen. Drei Forderungen an die Politik kondensieren daher schließlich dringende Bedarfe, die sich aus der umweltstatistischen Forschung ergeben und nur mithilfe staatlicher Regelungen umgesetzt werden können.