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Abstract
Im Rahmen einer Pilotstudie wurde im Sommer 2016 die Uferflora der bundesdeutschen Mosel im Bereich von fünf Stauhaltungen untersucht. Ziel der Untersuchungen war die Identifikation von Indikatorarten für dynamische und undynamische Bereiche innerhalb der Stauhaltungen. An 214 Untersuchungsstellen konnten insgesamt 198 Taxa ermittelt werden. Darunter konnten Indikatoren für dynamische Verhältnisse, z. B. Rorippa sylvestris, Achillea ptarmica, Salix triandra, Carex acuta und Poa palustris, und für undynamische Verhältnisse, z. B. Mentha aquatica, Alnus glutinosa, Scrophularia umbrosa, Epilobium hirsutum und Petasites hybridus, identifiziert werden. Insgesamt zeichneten die Indikatoren einen fast kontinuierlichen Gradienten abnehmender Dynamik im Bereich der Stauhaltungen nach. Für 18 ausgewählte Indikatoren wurde die Vorkommenswahrscheinlichkeit mit Hilfe eines Verallgemeinerten Linearen Modells (GLM) dargestellt. Bei den Lebensformen zeigte sich in jeder Stauhaltung flussabwärts eine sehr deutliche Abnahme der Sommerannuellen während umgekehrt aquatische/semiaquatische Arten zunahmen. Die Studie zeigt, dass der Ausbau der Mosel und die damit verbundene Entdynamisierung innerhalb der Stauhaltungen einen starken Einfluss auf die Zusammensetzung der Uferflora hat, was zu einer erheblichen Degradation der Aue geführt hat.