{"title":"Klangfarbe und Form in Ravels Rapsodie Espagnole. Analytische Studien zum ersten Satz (Prélude à la nuit)","authors":"Lukas Haselböck","doi":"10.31751/1105","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Der erste Satz (Prélude à la nuit) der Rapsodie Espagnole (1907–08) von Maurice Ravel wird hier in Bezug auf die integrative Funktion der Klangfarbe näher erörtert. Die folgende These bildet den Ausgangspunkt: In der Musik Ravels ist die Klangfarbe ein konstitutiver Faktor, der die Form wesentlich mitbestimmt. Klangfarbe und Form bilden ein multidimensionales Ganzes, das sich aus den unterschiedlichsten Perspektiven (Melodik, Harmonik, Energieverlauf, Klanghelligkeit, psychologische Expektanz u. a.) betrachten lässt. Ergebnis der Analyse ist eine Polyvalenz der Form – eine Spannung zwischen einer kreisförmigen Bewegung und einer stetigen Weitung und Öffnung, die der Geschlossenheit das Prinzip der Veränderung entgegensetzt.","PeriodicalId":228522,"journal":{"name":"Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie [Journal of the German-Speaking Society of Music Theory]","volume":"44 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie [Journal of the German-Speaking Society of Music Theory]","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.31751/1105","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Der erste Satz (Prélude à la nuit) der Rapsodie Espagnole (1907–08) von Maurice Ravel wird hier in Bezug auf die integrative Funktion der Klangfarbe näher erörtert. Die folgende These bildet den Ausgangspunkt: In der Musik Ravels ist die Klangfarbe ein konstitutiver Faktor, der die Form wesentlich mitbestimmt. Klangfarbe und Form bilden ein multidimensionales Ganzes, das sich aus den unterschiedlichsten Perspektiven (Melodik, Harmonik, Energieverlauf, Klanghelligkeit, psychologische Expektanz u. a.) betrachten lässt. Ergebnis der Analyse ist eine Polyvalenz der Form – eine Spannung zwischen einer kreisförmigen Bewegung und einer stetigen Weitung und Öffnung, die der Geschlossenheit das Prinzip der Veränderung entgegensetzt.