{"title":"Beeinflussen historische Meiler Gehäuseschnecken in bodensauren Buchenwäldern (Kermeter, Nationalpark Eifel)?","authors":"H. Kappes","doi":"10.21248/decheniana.v166.4584","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Die Platten der historischen Holzkohlemeiler weisen aufgrund der Ionenaustauscher-Funktion der Holzkohlereste eine veränderte Bodenchemie auf, u.a. sind dort pH-Wert und Kalziumverfügbarkeit erhöht. Es kann angenommen werden, dass dies einen Einfluss auf bodenlebende Arten mit kalziumreichem Exoskelett hat. Daher wurden exemplarisch Gehäuseschnecken aus 40 Laubstreuproben (à 300 cm2) von zehn paarweise beprobten Meilerresten und Kontrollflächen untersucht. Die Probennahmen erfolgten im Herbst 2006 in Laubwäldern des Kermeters. Hierbei wurden 491 Schnecken-Individuen aus 13 Arten nachgewiesen. Insgesamt waren Artenreichtum und Individuenzahlen aus Meilerflächen-Proben höher als von Freiflächen-Proben, aber die Unterschiede waren aufgrund der hohen Heterogeneität der Proben nicht signifikant. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine sehr kleinräumige Verbesserung der Bodenqualität weniger Einfluss auf Gehäuseschneckengesellschaften hat als andere Faktoren wie Habitatsstrukturierung und Mikroklima.","PeriodicalId":217690,"journal":{"name":"Decheniana : Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens","volume":"241 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"2013-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Decheniana : Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.21248/decheniana.v166.4584","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Die Platten der historischen Holzkohlemeiler weisen aufgrund der Ionenaustauscher-Funktion der Holzkohlereste eine veränderte Bodenchemie auf, u.a. sind dort pH-Wert und Kalziumverfügbarkeit erhöht. Es kann angenommen werden, dass dies einen Einfluss auf bodenlebende Arten mit kalziumreichem Exoskelett hat. Daher wurden exemplarisch Gehäuseschnecken aus 40 Laubstreuproben (à 300 cm2) von zehn paarweise beprobten Meilerresten und Kontrollflächen untersucht. Die Probennahmen erfolgten im Herbst 2006 in Laubwäldern des Kermeters. Hierbei wurden 491 Schnecken-Individuen aus 13 Arten nachgewiesen. Insgesamt waren Artenreichtum und Individuenzahlen aus Meilerflächen-Proben höher als von Freiflächen-Proben, aber die Unterschiede waren aufgrund der hohen Heterogeneität der Proben nicht signifikant. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine sehr kleinräumige Verbesserung der Bodenqualität weniger Einfluss auf Gehäuseschneckengesellschaften hat als andere Faktoren wie Habitatsstrukturierung und Mikroklima.