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Matthew’s Decolonial Desire (Matt. 12:42; 27:19): A Postcolonial Feminist Reading of the Two Royal Women
Zusammenfassung: Mit der postkolonialistischen Annahme, Matthäus sei möglicherweise ein Grenzgänger in einem (ent)kolonisierten Kontext gewesen, geht dieser Beitrag der Frage nach, ob Matthäus die Königin des Südens und Pilatus’ Frau – die Kolonisatorin – als dekolonialisierende Strategie braucht, um mit einer Identitätskrise in seiner Gemeinde umzugehen. Die Gemeinde befand sich in einem starken Wandel von den abweichlerischen Juden hin zu den wahren Erben Israels im Kontext der römischen Herrschaft. Im Grenzgebiet der “kolonialistischen Kontaktzone” konstruiert Matthäus – als Grenzgänger – Jesus in einem hybriden Raum und versucht durch Neukonzeptualisierung und Nachahmung seiner Gegner sowohl die römische als auch die jüdische Autorität zu unterwandern. Das Eingreifen der beiden starken Frauen stört die etablierte männliche Macht. Aufgrund ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der männlichen Führung verwendet Matthäus die beiden Frauen nicht nur zur Legitimation der Autorität Jesu sondern auch als Zeichen des römischen Abstiegs.