K. Glockner, J. Rumpler, K. Ebeleseder, P. Städtler
{"title":"Temperaturverlauf in der Pulpa während der Präparation mit dem Er:YAG-Laser im Vergleich zum konventionellen Bohrer. Eine In-vitro-Studie","authors":"K. Glockner, J. Rumpler, K. Ebeleseder, P. Städtler","doi":"10.1016/S0938-765X(98)80018-7","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"<div><p>In einer In-vitro-Untersuchung an palatinalen Klasse-I-Kavitäten wurde der Einfluβ der Präparationen mit dem Er:YAG-Laser auf den Temperaturverlauf in der Pulpa untersucht. Dabei wurde während der Präparation der mit dem Er:YAG-Laser entstandene Temperaturverlauf mit jenem verglichen, der während einer konventionellen taktilen Priiparation mit dem Diamanten aufgezeichnet wurde.</p><p>Die Versuchsanordnung wurde so gewählt, daβ das Pulpenkavum mitsamt der Meβsonde von der Wurzel aus konstant auf 37 oc gehalten wurde, während die Krone, davon thermisch isoliert, der Präparation ausgesetzt war.</p><p>Dabei zeigte sich während der Laserpräparation nach wenigen Sekunden ein Abfall der Temperatur durch die Kühlung mit Wasser und Luft von 37°C auf ein Niveau von 25 bis 30 °C. Selbst bei Trepanation kam es nur zu einer Temperaturerhöhung in der Pulpa, wenn die Temperaturmeβsonde direkt getroffen wurde. Bei der konventionellen Präparation wurde im Vergleich dazu schon vor der Trepanation ein Temperaturanstieg auf über 60 °C registriert. Die bereits publizierte Reduktion der Schmerzsensibilität in der klinischen Anwendung des Er: YAG-Lasers bei Klasse-V-Kavitäten könnte auch zusätzlich durch die verminderte intrapulpale Temperaturerhohung im Vergleich zur konventionellen Präparation bedingt sein. Insgesamt kann man davon ausgehen, daβ bezüglich der thermischen Pulpenschonung die Präparation mit dem Er:YAG-Laser der herkömmlichen taktilen Präparation mit dem konventionellen Winkelstück überlegen ist.</p></div><div><p>In an in-vitro-investigation in palatinal class-I-cavities the influence of an Er: YAG-laser-preparation on the intrapulpal temperature was investigated. The temperature development during the preparation was compared with that of a conventional rotating (tactile) preparation.</p><p>The experiment was arranged in a way that - via pulp canal - the pulp chamber with the probing rip enclosed was constantly kept on a level of 37 °C, while the crown was isolated and prepared.</p><p>During laser preparation, a decline of the intrapulpal temperature from 37 °C to a level of 30-25 °C was registrated. Even when the pulp chamber was perforated, no increase in temperature was seen except when the temperature probing tip was hit directly. During conventional preparation, a continuous increase to more than 60 oc was found before the pulp chamber was perforated.</p><p>The formerly published reduction of pain sensation in a clinical application of the Er: YAG-laser can be explained by the reduced intrapulpal temperature. In summary, it can be assumed that - with respect to thermal side effects on the pulp - the preparation with the Er:YAG-laser is superior to the conventional rotating handpiece.</p></div>","PeriodicalId":100866,"journal":{"name":"Laser-Medizin: eine interdisziplin?re Zeitschrift ; Praxis, Klinik, Forschung","volume":"14 1","pages":"Pages 30-35"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"1998-12-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://sci-hub-pdf.com/10.1016/S0938-765X(98)80018-7","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Laser-Medizin: eine interdisziplin?re Zeitschrift ; Praxis, Klinik, Forschung","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0938765X98800187","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"2012/3/15 0:00:00","PubModel":"Epub","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
In einer In-vitro-Untersuchung an palatinalen Klasse-I-Kavitäten wurde der Einfluβ der Präparationen mit dem Er:YAG-Laser auf den Temperaturverlauf in der Pulpa untersucht. Dabei wurde während der Präparation der mit dem Er:YAG-Laser entstandene Temperaturverlauf mit jenem verglichen, der während einer konventionellen taktilen Priiparation mit dem Diamanten aufgezeichnet wurde.
Die Versuchsanordnung wurde so gewählt, daβ das Pulpenkavum mitsamt der Meβsonde von der Wurzel aus konstant auf 37 oc gehalten wurde, während die Krone, davon thermisch isoliert, der Präparation ausgesetzt war.
Dabei zeigte sich während der Laserpräparation nach wenigen Sekunden ein Abfall der Temperatur durch die Kühlung mit Wasser und Luft von 37°C auf ein Niveau von 25 bis 30 °C. Selbst bei Trepanation kam es nur zu einer Temperaturerhöhung in der Pulpa, wenn die Temperaturmeβsonde direkt getroffen wurde. Bei der konventionellen Präparation wurde im Vergleich dazu schon vor der Trepanation ein Temperaturanstieg auf über 60 °C registriert. Die bereits publizierte Reduktion der Schmerzsensibilität in der klinischen Anwendung des Er: YAG-Lasers bei Klasse-V-Kavitäten könnte auch zusätzlich durch die verminderte intrapulpale Temperaturerhohung im Vergleich zur konventionellen Präparation bedingt sein. Insgesamt kann man davon ausgehen, daβ bezüglich der thermischen Pulpenschonung die Präparation mit dem Er:YAG-Laser der herkömmlichen taktilen Präparation mit dem konventionellen Winkelstück überlegen ist.
In an in-vitro-investigation in palatinal class-I-cavities the influence of an Er: YAG-laser-preparation on the intrapulpal temperature was investigated. The temperature development during the preparation was compared with that of a conventional rotating (tactile) preparation.
The experiment was arranged in a way that - via pulp canal - the pulp chamber with the probing rip enclosed was constantly kept on a level of 37 °C, while the crown was isolated and prepared.
During laser preparation, a decline of the intrapulpal temperature from 37 °C to a level of 30-25 °C was registrated. Even when the pulp chamber was perforated, no increase in temperature was seen except when the temperature probing tip was hit directly. During conventional preparation, a continuous increase to more than 60 oc was found before the pulp chamber was perforated.
The formerly published reduction of pain sensation in a clinical application of the Er: YAG-laser can be explained by the reduced intrapulpal temperature. In summary, it can be assumed that - with respect to thermal side effects on the pulp - the preparation with the Er:YAG-laser is superior to the conventional rotating handpiece.