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Abstract
Zu den besonderen Merkmalen der Wirkungsgeschichte Salomon Gessners gehört, dass seine literarischen Texte in auffällig großem Umfang in andere Sprachen übersetzt wurden.2 Vor allem Der Tod Abels von 1758 aber auch die beiden Idyllen-Sammlungen aus den Jahren 1756 und 1772 gelten gewissermaßen als europäische Bestseller der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In Bezug auf die französischen Übersetzungen zeigt sich dabei ein reger, kultureller Austausch zwischen den Beteiligten. Der Übersetzer Michel Huber, ein Sprachlehrer aus Niederbayern, der zu jener Zeit in Paris arbeitete, stand mit Gessners Freund Johann Georg Wille in enger Beziehung. Huber gehörte dem erweiterten Kreis der Enzyklopädisten an, was dazu führte, dass Gessners Texte direkt in diesem Umfeld rezipiert wurden.3 Die Forschung geht davon aus, dass Diderot selbst an einigen Übersetzungen der ersten Idyllensammlung mitgewirkt hat. Die Zusammenarbeit kulminierte in einer 1772 erschienenen Ge-