Welcher Kanon, wessen Kanon?

Welcher Kanon, wessen Kanon
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Abstract

Selbst eine denkbar plurale Wissenschaft kommt nicht umhin, dort, wo sie als institutionalisierte Disziplin Abschlüsse produziert und Titel verleiht, wo sie sich in Zeitschriften, in Einführungsliteratur oder in den Selbstverständnissen von Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften äußert, implizit oder explizit einen Kanon an Theorien und Gegenständen auszubilden. Tatsächlich ist der Kanon nicht nur ein Instrument – oder ein Effekt – der Disziplinierung von Wissenschaft. Er ist auch deren Voraussetzung: Er stiftet Gemeinschaften von Lernenden und Lehrenden, Forschenden und Schreibenden, er schafft Zusammenhänge und bildet einen lebensweltlichen und intellektuellen Bezugsrahmen. Aber welcher Kanon? Und wessen Kanon? 1 Beide Fragen klingen ähnlich, sie meinen aber etwas Unterschiedliches. Die Frage «Welcher Kanon?» ist eine, die vordergründig auf inhaltliche Argumente zielt. Welche Themen und Texte sind in der Lehre didaktisch sinnvoll? Welche Erkenntnisse sind in der Forschung zu berücksichtigen? Was gehört zum Fach? Dabei muss auch das Konzept ‹Fach› selbst problematisiert werden. Denn was ein Fach ist, beeinflusst die Grenzen der Kanonisierung, ihre Institutionalisierung, ihre Kultur. Zugleich ist der topologische Begriff, der die Raumlogik einer abgeteilten wissenschaftlichen Kultur aufruft, verschieden von jenem der Disziplin, welcher die Direktiven der Disziplinierung fokussiert und damit grundsätzlich das Ethos des Wissenschaftlichen als eines der Restriktion entwirft. All diese Aspekte sind nicht zu trennen von der zweiten Frage. «Wessen Kanon?» fragt danach, wer spricht, wem die Möglichkeit zugebilligt wird, Antworten zu geben – und seien sie noch so vorläufig. In einem hierarchischen, auf Wettbewerb und Ausschluss fußenden akademischen System ist der vermeintlich nach argumentativen Maßstäben entschiedene Streit um den theoretischen und gegenständlichen Kanon eines Faches immer auch ein Ausdruck von Machtverhältnissen. Daher müssen sich alle Auseinandersetzungen, die den Kanon betreffen, in einem eigentlichen Sinne um Prozesse von Normalisierung und Normierung, von Ausgrenzung und Einhegung oder gar der Verhinderung 1 Während sich der KanonBegriff heute, so Christina von Braun, «fast ausschließlich auf Texte mit Normund Maßstabcharakter» beziehe, sei er im antiken Griechenland verwendet worden, um die Proportionen und Maße des ‹idealen› menschlichen Körpers zu beschreiben. Die Auswirkung dieser Vorstellung «eines ‹idealen Körpers›», so Braun weiter, «lassen sich noch heute in den Glyptotheken und Museen antiker griechischer Bildhauerkunst bewundern. Dort wird allerdings auch deutlich, daß sich diese Normierung des Körpers immer auf den männlichen Körper bezog». Christina von Braun: Gender, Geschlecht und Geschichte, in: dies., Inge Stephan (Hg.): Gender Studien. Eine Einführung, Stuttgart 2006, 10 – 51, hier 20.
自己想象plurale科学来情不自禁地点作为制度化的学科学位生产的头衔授予,知道它们在杂志,Einführungsliteratur或Selbstverständnissen Fachgesellschaften和Arbeitsgemeinschaften表达得含蓄或明确张卡理论培训和物品.事实上,正典不仅仅是科学纪律的工具或效果。它同样是驱动性的:它培养了各种学员、教育者、探险家、善于写作的社区,为人生和思想的参照框架提供指引。另一个箱子?那谁的典呢?1这两个问题都相形见绌问题«什么卡?»是内容上对目前的目标是.什么话题和文章在教学中都有意义?研究要把什么发现应用出来?保险箱装什么?同时也要自己‹专业›problematisiert概念.因为其中一门学科影响了封条的界限,其制度化,它的文化与此同时,涉及被抛弃科学文化的空间逻辑的top体论与设置规范目标的学科截然不同。所有这些问题与第二个问题是截然不同的。«谁的作品?»问过谁是谁的可能性zugebilligt提供答案,并将暂时还傻.等级制度,即以竞争和排异为基础的学术制度,所谓的基于辩论的标准之间关于忠诚的理论和对立正典的激烈争论常常是权力关系的表现。这些人因此就涉及经卷的争论,在真正意义上以正常化进程和Normierung,排斥和Einhegung甚至防止1之际KanonBegriff今天,Christina棕色,«几乎全都典籍Normund Maßstabcharakter»指的意思,在古希腊时期就被用于人体比例理想›和‹程度描述.身体的影响这一想法«‹理想›棕色就开始了«»,你今天可以在Glyptotheken和博物馆欣赏古代希腊Bildhauerkunst .到时也清楚地表明,这个身体的Normierung总是男性身体指».克里斯蒂娜·冯·布朗:性别,性别和历史,在:这本书中。Hg (Hg)性别研究一个启动2006年斯图加特10到51年这里20
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