Christoph Kopetsch, Fabian Scheer, Johann Hagenah, Reimer Andresen
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Abstract
Zerebrale Sinusoder Venenthrombosen sind selten und für etwa 0,5 % aller zerebrovaskulären Erkrankungen weltweit verantwortlich (Candeo-Antelo et al. RadioGraphics 2019; 39(6): 1611–1628). Die Pathogenese ist wenig verstanden, jedoch ist die Demografie abhängig von verschiedenen Prädispositionsfaktoren, welche in bis zu 87,5 % aller Fälle identifiziert werden können, wobei viele Patienten mehr als einen koexistierenden Risikofaktor aufweisen (Canhão et al. Stroke 2004; 35(3): 664–670; Poon et al. AJR Am J Roentgenol 2007; 189(6): 64–75). Die Risikofaktoren umfassen angeborene Gerinnungsstörungen, Einnahme der Pille, Schwangerschaft, Tumorerkrankungen, Mastoiditis und Autoimmunerkrankungen, wie z. B. Lupus erythematodes oder Sjögren-Syndrom. Die Leitlinientherapie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie „Zerebrale Venenund Sinusthrombose“ zur Behandlung einer zerebralen Sinusoder Venenthrombose ist die Heparinisierung in therapeutischer Dosierung unabhängig vom Vorliegen hämorrhagischer venöser Infarzierungen.