„Wohl ist das Herz wach, doch mir zürnt, mich / Hemmt die erstaunende Nacht nun immer“. Die Darstellung von Schmerz und Verzweiflung in Hölderlins Ode "Chiron"
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Abstract
In Hölderlins ‚tragischer Ode‘ Chiron drückt sich im Schmerz des unheilbar verwundeten Kentauren ein persönliches wie auch ein allgemeines Leiden aus. Vers für Vers ergründet der Aufsatz Chirons ‚Innenwelt‘ und analysiert dabei Hölderlins intensitätsbasierte poetische Verfahrensweise. Der Fokus liegt auf dem Spannungs- und Entwicklungsbogen, der Hölderlins Konzept des ‚Tragischen‘ widerspiegelt. Seine Poetik kreist um Trennung und Vereinigung, um die progressive Integration von Gegensätzlichem und um die Notwendigkeit von semantischen Leerstellen.