{"title":"Männlichkeit: Eine begriffliche Annäherung in phänomenologischer Perspektive","authors":"Íngrid Vendrell Ferran, Hilge Landweer, Isabella Marcinski","doi":"10.14361/9783839436394-010","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Anders als in vielen aktuellen Debatten in den Sozialwissenschaften, in denen die Themen „Männerstudien“ und „Männlichkeitsstudien“ seit den 80er Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten haben und Gegenstand sorgfältiger Forschung gewesen sind, hat die Philosophie der letzten Jahrzehnte sich mit dem Begriff der Männlichkeit kaum befasst. Als akademische Disziplin scheint sie sich entweder für die Untersuchung dieses Phänomens nicht zu interessieren oder sie als die Aufgabe anderer Disziplinen zu verstehen. Die Klage der Soziologin Sylka Scholz, dass trotz der vielen Studien zur Männlichkeit das Konzept „erstaunlich wenig theoretisch fundiert [sei]“, gilt für die Philosophie in noch viel virulenterer Form: Die defizitäre Theoretisierung liegt allerdings nicht in einer mangelhaften Rezeption der verschiedenen zirkulierenden Konzepte von Männlichkeit und auch nicht in einem Streit über ihre Bedeutung, sondern in der Tatsache, dass das Phänomen nicht einmal als würdiges Untersuchungsobjekt betrachtet wird. Dieser","PeriodicalId":105722,"journal":{"name":"Dem Erleben auf der Spur","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"2016-01-31","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Dem Erleben auf der Spur","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.14361/9783839436394-010","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Anders als in vielen aktuellen Debatten in den Sozialwissenschaften, in denen die Themen „Männerstudien“ und „Männlichkeitsstudien“ seit den 80er Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten haben und Gegenstand sorgfältiger Forschung gewesen sind, hat die Philosophie der letzten Jahrzehnte sich mit dem Begriff der Männlichkeit kaum befasst. Als akademische Disziplin scheint sie sich entweder für die Untersuchung dieses Phänomens nicht zu interessieren oder sie als die Aufgabe anderer Disziplinen zu verstehen. Die Klage der Soziologin Sylka Scholz, dass trotz der vielen Studien zur Männlichkeit das Konzept „erstaunlich wenig theoretisch fundiert [sei]“, gilt für die Philosophie in noch viel virulenterer Form: Die defizitäre Theoretisierung liegt allerdings nicht in einer mangelhaften Rezeption der verschiedenen zirkulierenden Konzepte von Männlichkeit und auch nicht in einem Streit über ihre Bedeutung, sondern in der Tatsache, dass das Phänomen nicht einmal als würdiges Untersuchungsobjekt betrachtet wird. Dieser