{"title":"Grußwort zur Festschrift anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Pflege an der KSH München","authors":"Melanie Huml, Sehr geehrte Damen","doi":"10.1515/9783110623574-203","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Vor 25 Jahrenwardie Katholische StiftungshochschuleMünchen die erste Hochschule in Bayern, die die Pflegewissenschaftlich an einer Hochschule implementierte. Durch die Verschränkung von Management, Pädagogik und Wissenschaft in der Pflege und der Einführung neuer Lernformen und des wissenschaftsinduzierten Lernens wurde die KSH München zur Vorreiterin bei der Akademisierung der Pflege. Mit einer Schwerpunktbildung in den Bereichen Gesundheits-, Bildungsund so ziale Berufe besetzt die Hochschule entscheidende Zukunftsthemen und kann sich mit diesen thematischen Akzenten klar innerhalb einer äußerst dynamischen Hoch schullandschaft profilieren. Die aktuelle Etablierung eines Studiengangs Hebammen kunde an der Fakultät Gesundheit und Pflege ist ein deutliches Signal, dieses Thema weiterzuentwickeln. Mit der Einführung des Fachbereichs/der Fakultät Pflege lieferte und liefert die Hochschule auch einen Beitrag zur Behebung des Fachkräftemangels inwesentlichen Bereichen. Zudem fördert sie die Interdisziplinarität in der Pflege, wodurch heute in terprofessionelle Teams im Gesundheitssektor Standard geworden sind. Auch führte die Akademisierung und Professionalisierung der Pflege zu einer Aufwertung und hö herer gesellschaftlicher Anerkennung dieses sog. klassischen „Frauenberufs“. Pflege wird nicht mehr als etwas Privates angesehen, das einer angeborenen Fürsorgehal tung von Frauen entspringt, sondern sie wird in ihrer ganzen Komplexität und als gesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen. Verschiedene Faktoren sind verantwortlich für diese Erfolgsgeschichte: Der wich tigste Faktor ist das exzellente wissenschaftliche Personal, das die Fakultät trägt. In zwischen ist die KSH München gerade im Pflegebereich die Hochschule, die bayern weit die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses maßgeblich betreibt. Hinzu kommendiebeeindruckendenBildungspartnerschaftenderHochschulemitKliniken, Fachund Berufsverbänden, Anstellungsträgern und Praxisstellen. Zudem gelingt es der Fakultät, den Professionsund Wissenschaftsdiskurs aktiv zu gestalten. Außer dem begeht sie neue Wege des Lehrens und Lernens. Sie leistete Pionierarbeit mit der Entwicklung ihrer Simulationsund Skillslabore, in denen die Studierenden in vorge gebenen Szenarien mit einer Simulationspuppe oder mit Simulationspatient(inn)en an praxisnahe berufliche Anforderungen der Pflege herangeführt werden. Und nicht zuletzt zeigt sich hier das Profil einer Katholischen Hochschule: Alles Handeln in der Pflege geschieht aus ethischer Verantwortung. Der Mensch steht mit seiner von Gott gegebenen Würde im Mittelpunkt und alles geschieht für ihn und mit ihm.","PeriodicalId":133409,"journal":{"name":"25 Jahre Pflege studieren – Über Umwege und neue Horizonte","volume":"293 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"2020-06-22","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"25 Jahre Pflege studieren – Über Umwege und neue Horizonte","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.1515/9783110623574-203","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Vor 25 Jahrenwardie Katholische StiftungshochschuleMünchen die erste Hochschule in Bayern, die die Pflegewissenschaftlich an einer Hochschule implementierte. Durch die Verschränkung von Management, Pädagogik und Wissenschaft in der Pflege und der Einführung neuer Lernformen und des wissenschaftsinduzierten Lernens wurde die KSH München zur Vorreiterin bei der Akademisierung der Pflege. Mit einer Schwerpunktbildung in den Bereichen Gesundheits-, Bildungsund so ziale Berufe besetzt die Hochschule entscheidende Zukunftsthemen und kann sich mit diesen thematischen Akzenten klar innerhalb einer äußerst dynamischen Hoch schullandschaft profilieren. Die aktuelle Etablierung eines Studiengangs Hebammen kunde an der Fakultät Gesundheit und Pflege ist ein deutliches Signal, dieses Thema weiterzuentwickeln. Mit der Einführung des Fachbereichs/der Fakultät Pflege lieferte und liefert die Hochschule auch einen Beitrag zur Behebung des Fachkräftemangels inwesentlichen Bereichen. Zudem fördert sie die Interdisziplinarität in der Pflege, wodurch heute in terprofessionelle Teams im Gesundheitssektor Standard geworden sind. Auch führte die Akademisierung und Professionalisierung der Pflege zu einer Aufwertung und hö herer gesellschaftlicher Anerkennung dieses sog. klassischen „Frauenberufs“. Pflege wird nicht mehr als etwas Privates angesehen, das einer angeborenen Fürsorgehal tung von Frauen entspringt, sondern sie wird in ihrer ganzen Komplexität und als gesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen. Verschiedene Faktoren sind verantwortlich für diese Erfolgsgeschichte: Der wich tigste Faktor ist das exzellente wissenschaftliche Personal, das die Fakultät trägt. In zwischen ist die KSH München gerade im Pflegebereich die Hochschule, die bayern weit die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses maßgeblich betreibt. Hinzu kommendiebeeindruckendenBildungspartnerschaftenderHochschulemitKliniken, Fachund Berufsverbänden, Anstellungsträgern und Praxisstellen. Zudem gelingt es der Fakultät, den Professionsund Wissenschaftsdiskurs aktiv zu gestalten. Außer dem begeht sie neue Wege des Lehrens und Lernens. Sie leistete Pionierarbeit mit der Entwicklung ihrer Simulationsund Skillslabore, in denen die Studierenden in vorge gebenen Szenarien mit einer Simulationspuppe oder mit Simulationspatient(inn)en an praxisnahe berufliche Anforderungen der Pflege herangeführt werden. Und nicht zuletzt zeigt sich hier das Profil einer Katholischen Hochschule: Alles Handeln in der Pflege geschieht aus ethischer Verantwortung. Der Mensch steht mit seiner von Gott gegebenen Würde im Mittelpunkt und alles geschieht für ihn und mit ihm.