Regulating bodies: the moral panic of child sexuality in the digital era

Sabine K. Witting
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Abstract

Mit zunehmendem Zugang zum Internet hat sich das explorative Verhalten von Kindern zu Sexualität auch auf den Onlinebereich ausgeweitet. Dies führte zu einer Wiederbelebung der moralischen Panik rund um die kindliche Sexualität, insbesondere in Bezug auf das wachsende Phänomen des einvernehmlichen „Sextings“ zwischen Minderjährigen. Diese moralische Panik wird durch die Sorge um sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern im Kontext von „Kinderpornographie“ noch weiter befeuert. In dem Bestreben, Kinder vor solchen Straftaten zu schützen, wird einvernehmliches „Sexting“ zwischen Minderjährigen in manchen Ländern als Produktion und Verbreitung von „Kinderpornographie“ gewertet und führt so zur Strafverfolgung beteiligter Kinder als SexualstraftäterInnen. Das Recht auf Schutz vor sexuellem Missbrauch und Ausbeutung ist hier das dominierende Narrativ. Dieser Artikel argumentiert, dass die Kriminalisierung von Kindern aufgrund einvernehmlicher sexueller Erkundungen im Online-Raum kontraproduktiv für das Ziel des Kinderschutzes ist. Stattdessen sollten Länder in Fällen von einvernehmlichen „Sexting“ zwischen Minderjährigen einen auf Rechten basierenden Ansatz verfolgen und die widerstreitenden Interessen von Autonomie und Kinderschutz dadurch ausgleichen, dass sie das einvernehmliche „Sexting“ zwischen Minderjährigen aus dem Geltungsbereich der „Kinderpornografie“ ausschließen.
监管机构:数字时代儿童性行为的道德恐慌
随着互联网的普及,儿童向性取向的探索性行为已经延伸到在线领域。这导致了对儿童性行为的道德恐慌复活,特别是越来越多的青少年自愿性“性”现象。对儿童色情文学方面的虐待和对他们的性剥削的关注进一步挑起了道德上的恐慌。为了保护儿童免受此种罪行,一些国家采用友善的“性交易”被认为是生产及散播“儿童色情文学”,导致对儿童进行刑事起诉。保护免受性凌虐和剥削的权利是这里主要的叙事。本文认为,基于儿童天生的性欲检查而将儿童定罪对儿童保护的目标是有害的。相反,国家应该对于未成年人之间商定“调情”导致基于权利的办法,因此自主和儿童保护的利益冲突而抵消,商定“调情”未成年人之间的“色情”的范围排除.
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