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Therapie urologischer Tumore – ASCO 2015 – Was gibt es Neues?
Der Androgenentzug ist nach wie vor das wesentliche Prinzip in der Therapie des Prostatakarzinoms. Die Chemotherapie gewinnt auch bei diesem Tumor zunehmende Bedeutung. Aufgrund der übereinstimmenden Ergebnisse dreier großer randomisierten Studien – CHAARTED, STAMPEDE und GETUG-AFU 15 – empfehlen die nach dem ASCO 2015 aktualisierten Leitlinien der ESMO eine Chemotherapie mit Docetaxel allen Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom anzubieten, sofern sie für diese Therapieform geeignet erscheinen. Auch wurde gezeigt, dass Docetaxel adjuvant nach Abschluss einer Strahlentherapie die Überlebenszeit verlängert. Beim Nieren- und Harnblasenkarzinom eröffnen sich mit immun-onkologischen Therapien in Form der Checkpoint-Inhibition Erweiterungen der Therapieoptionen wie bei zahlreichen weiteren Tumoren. Weder eine adjuvante Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren noch mit dem mTor-Inhibitor bleibt bei Nierenzellkarzinomen nach wie vor nicht indiziert. Hodentumore können selbst im dritten Rezidiv kurativ behandelt werden. Bei dieser günstigen Prognose besitzen therapieinduzierte Langzeitnebenwirkungen eine besondere Bedeutung insbesondere, wenn alternative Therapieoptionen zu Verfügung stehen.