{"title":"Krise der Demokratie oder Krise des Demos?","authors":"R. Frankenberger, Martin Seeleib-Kaiser","doi":"10.5771/9783748904069-113","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-113","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"24 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"125452008","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Anwalt der Armen und Partner der Politik im politischen Prozess: Sozialmonitoring als Erfolgsmodell?","authors":"T. Becker","doi":"10.5771/9783748904069-367","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-367","url":null,"abstract":"Die Verbände [der Freien Wohlfahrtspflege] setzen sich für gerechte sozialpolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein, die mitbürgerliches Engagement und Selbsthilfe ermöglichen und unterstützen und soziale Notlagen überwinden helfen. In diesem Sinne verstehen sie sich als Partner der Politik. Diese Aufgabe des Anwalts der Betroffenen durch Wohlfahrtsverbände dient damit auch dem gesellschaftlichen und sozialen Frieden. (Aus: Selbstverständnis der Freien Wohlfahrtspflege, BAGFW 2019)","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"366 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"115965131","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Historischer Erfolg und ungewisse Zukunft. Ein kurzer Rückblick auf die Inkorporierung der Freien Wohlfahrtspflege in die staatliche Sozialpolitik","authors":"Holger Backhaus-Maul","doi":"10.5771/9783748904069-i","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-i","url":null,"abstract":"Die Freie Wohlfahrtspflege ist mit ihren Verbänden, Mitgliedsorganisationen und persönlichen Mitgliedern sowie Einrichtungen und Diensten eine der traditionsreichsten und wichtigsten Institutionen der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen und der Produktion öffentlicher sozialer Dienstleistungen im Besonderen (Heinze/Olk 1981; Rauschenbach/Sachße/ Olk 1995; Schmid/Mansour 2007; Grunwald/Langer 2018). Ihre Tradition als Inbegriff gesellschaftlicher Selbstorganisation reicht bis zur Entstehung der konfessionellen Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas im 19. Jahrhundert zurück (Sachße/Tennstedt 1988). Die Freie Wohlfahrtspflege gründet in spezifischen sozialkulturellen Milieus, wie dem Protestantismus, Katholizismus und Judentum sowie der Arbeiterbewegung und dem Bürgertum, die in der Weimarer Republik von den Reichsspitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege weitgehend abgebildet wurden (Rauschenbach/Sachße/Olk 1995). Und selbst für nicht an religiöse, politische und soziale Milieus gebundene Personengruppen verfügt die Freie Wohlfahrtspflege seit 1924 mit der Vereinigung der freien privaten gemeinnützigen Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands, dem Vorläufer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, über ein organisiertes Angebot. So konnte die Freie Wohlfahrtspflege in der Weimarer Republik selbstbewusst und voller Zuversicht behaupten, die deutsche Bevölkerung zu repräsentieren und entsprechend politisch legitimiert zu sein. Und heute?","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"125790792","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Die Wohlfahrtsverbände in einer europäischen Sozialunion","authors":"B. Schlüter","doi":"10.5771/9783748904069-227","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-227","url":null,"abstract":"Der Gründungsgedanke der Europäischen Union suchte den dauerhaften Frieden in einer Wertegemeinschaft auf Grundlage der aufklärerisch, kulturell und sozial geprägten Zivilisation Europas und der westlichen Welt. Dabei bildeten die Personenund Warenverkehrsfreiheit, der gemeinsame zollfreie Markt eine gewisse Dominanz aus. Der Handel, die Industrie und somit die allgemeine privatgewerbliche Wirtschaft standen im Zentrum der EU-Politik. Sozialund Gesundheitssysteme und die entsprechenden Akteure, Wohlfahrtsverbände, Sozialunternehmen und Anbieter von sozialen Diensten waren nur indirekt betroffen, wenn sie als Teil des allgemeinen Wirtschaftsund Marktgeschehens angesehen wurden oder als man begann, grenzüberschreitende Fragen der sozialen Sicherheit stärker in den Fokus zu nehmen. Sozialwirtschaft und öffentliche oder gemeinnützige, aber auch privatgewerbliche soziale Dienstleister, die in ein gesetzliches Gesundheitsund Sozialsystem eingebunden sind, folgen eigenen Regeln. Sie müssen Rechtsansprüche der Bürger und Qualitätsund Kostenbegrenzungansprüche des öffentlichen Monopolnachfragers, also des öffentlichen Kostenträgers, erfüllen, sie müssen auch in nicht profitablen Gegenden eine verlässliche Infrastruktur bieten können etc. Sie sind also zum Teil planwirtschaftlich gestaltet und auch ihre wettbewerblichen Gestaltungsanteile führen doch nicht dazu, sie als Teil des normalen Marktes der Wirtschaft ansehen zu können. Folglich waren Sozialwirtschaft und Wohlfahrtsverbände eher Adressaten einer auf sie nicht passgerechten Wettbewerbspolitik als einer europäischen Sozialund Gesundheitspolitik. Abgesehen von einem sozialpolitischen Intermezzo Anfang der 1990er Jahre beharrten die Mitgliedstaaten auf ihrer sehr kostenfokussierten sozialpolitischen Zuständigkeit. Ordnungspolitische Gestaltungen des freien Marktes fanden zugunsten von Verbrauchern, wandernden Arbeitnehmern sowie zur Seuchenvorbeugung und dem Gesundheitsschutz durchaus statt, aber sozialpolitisch ausgerichtete Ordnungspolitiken etwa zum Schutz sozial inklusiver Milieus und kleiner Unternehmen waren nicht ausgeprägt. 1.","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"46 6","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"114026040","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Wohlfahrtsverbände in der Demokratiekrise: Was tun?","authors":"K. Hummel, G. Timm","doi":"10.5771/9783748904069-13","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-13","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"135 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"134475217","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Lokale Demokratie und Sozialraumpolitik – ein Platz für die Wohlfahrtsverbände?","authors":"Reiner Prölß, M. Haag, Dieter Rosner","doi":"10.5771/9783748904069-299","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-299","url":null,"abstract":"Folgt man einer gängigen Zeitdiagnose, leben wir in einer VUKA-Welt (Scheller 2017). VUKA (engl. VUCA) beschreibt eine Welt, die durch Volatilität (volatility), also kurzfristige Schwankungen, Unsicherheit (uncertainity), Komplexität (complexity) und Ambiguität/Ambivalenz, also Mehrdeutigkeit (ambiguity), gekennzeichnet ist. Globalisierungsprozesse, wachsende soziale Ungleichheitsverhältnisse, Prozesse der Pluralisierung und Ausdifferenzierung der Lebenswelten sorgen für zunehmende Komplexität. Klassische Milieus verlieren Bindekraft, die Unübersichtlichkeit wächst auch in der politischen Arena. Einzelinteressen stehen sich zum Teil unversöhnlich gegenüber, die Orientierung der Interessen am Wohl der gesamten Gemeinschaft ist zunehmend schwerer durchzusetzen. Menschen können die komplexen demokratisch-politischen Prozesse immer weniger verstehen und durchblicken. Hinzu kommt eine tiefe kulturelle Verunsicherung über einen Wertewandel und veränderte Rollenbilder, die von einigen als bedrohlich empfunden werden. Solidarische Bindungen werden schwächer. Die Sorge abzusteigen, durch Deklassierungen zurückzufallen (Koppetsch 2019), wenig gewinnen, aber viel verlieren zu können, befördert ein vages Gefühl der Angst, der Bedrohung und des Zorns. Diese Schlaglichter verweisen auf tiefer liegende Fragestellungen, die nachfolgend aufgegriffen werden sollen: Was hält eine (Stadt-)Gesellschaft zusammen, welche Verfahren vermitteln Sicherheit, Stabilität und Vertrauen in das demokratische Miteinander und welche Rolle spielen dabei Kommunen und Wohlfahrtsverbände auf der lokalen Ebene und insbesondere im sozialen Nahraum? Dazu sollen, ausgehend von den Prinzipien des deutschen Sozialstaats Solidarität, Subsidiarität und Partnerschaft, wesentliche Aspekte der Rollenverteilung von Kommunen und Wohlfahrtsverbänden mit Blick auf die Daseinsvorsorge, insbesondere auf kommunaler Ebene, beschrieben werden. 1.","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"162 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"122308360","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Ein Wohlfahrtsverband im Visier des autoritären Staates: Die Arbeiterwohlfahrt nach ihrer Gründung und während der Nazi-Diktatur 1919 bis 1945","authors":"Wolfgang Stadler","doi":"10.5771/9783748904069-65","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-65","url":null,"abstract":"Das hier verhandelte Thema liegt im Zeitraum einer besonders umwälzenden und dramatischen historischen Epoche in Deutschland. Wir beginnen im Kaiserreich und bewegen uns über das Entstehen der ersten deutschen Demokratie in eine Diktatur hinein. Zudem ist diese Phase von den zwei Weltkriegen umrahmt. Es geht um die erste demokratische Epoche in Deutschland, die vor allen Dingen auch dadurch geprägt ist, dass Frauen aktiv und passiv an Wahlen teilnehmen können. Die ersten Parlamentarierinnen kommen in die deutschen Parlamente und setzen ihre eigenen Akzente. Das Thema steht auch im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Arbeiterschaft in Deutschland, die sich mühsam ihre Rechte erkämpft hat, stärker wurde, sich spaltet, ihr Verhältnis zum Staat finden muss und dann von der Nazi-Diktatur erst geschwächt und anschließend zerschlagen wurde. Es geht um das Bemühen des Staates und der Gesellschaft, Sozialpolitik und Sozialarbeit neu zu gestalten unter Berücksichtigung der Beteiligungsmöglichkeiten eines neuen, demokratischen Parlamentes und der bereits existierenden und der neuen Wohlfahrtsverbände. Es geht also in diesem Beitrag um die kurze Geschichte einer Organisation, die 1919 gegründet wurde, sich selbst in Teilen ihrer ‚Mutter‘, der SPD, durchsetzen musste. Eine Organisation, die gegen Widerstände aus dem bürgerlichen Lager und konkurrierender Verbände ihren Weg fand, um dann 1933 verboten und zerschlagen zu werden. Die dann aber wieder, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, unter besonderen Bedingungen ihre Arbeit aufnahm. Es ist ein anspruchsvolles Thema: Im Jahr des Erscheinens dieses Buches hochaktuell, da angesichts des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Arbeiterwohlfahrt am 13. Dezember 1919 vielfach Gelegenheit besteht, sich dieser Zeit zu besinnen.","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"26 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"121266122","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Anwälte der Unerhörten – Unmittelbares Engagement für Demokratie","authors":"Maria Loheide, Ingo Grastorf, Natascha Gillenberg","doi":"10.5771/9783748904069-349","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-349","url":null,"abstract":"Als Wohlfahrtsverband spielt die Diakonie Deutschland im Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirche Deutschlands eine besondere Rolle im Orchester der zivilgesellschaftlichen Akteure: Zum einen erbringt sie mit ihren jeweiligen Untergliederungen soziale Dienstleistungen von allgemeinem Interesse. Das Leistungsspektrum der Freien Wohlfahrt umfasst dabei vielfältige soziale und gesundheitsbezogene Unterstützungsund Bildungsangebote für Menschen in allen Lebensphasen. Zum anderen übernimmt die Diakonie auch die Anwaltschaft von Interessen sozial benachteiligter Gruppen in politischen Kontexten. Die Umsetzung sozialer Gerechtigkeit ist grundlegend für die Realisierung demokratischer Werte und Rechte. Sie entspricht dem Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Zugleich ermöglicht erst der Ausgleich von Benachteiligung den Menschen ihre volle soziale Partizipation und politische Mitsprache als Ausdruck ihrer individuellen Freiheit sowie ihrer Souveränität und Verantwortung als Bürger*in. Das Wissen um den Rückhalt durch die Solidargemeinschaft auch in schwierigen Lebenssituationen schafft Vertrauen in einen demokratischen Staat und die Gesellschaft. Erst der verlässliche Sozialstaat bildet die stabile Grundlage für Demokratie und Freiheit. Umgekehrt wird","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"11 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"131409363","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"In Sozialräumen denken – Stärke und/oder Bringschuld der Wohlfahrtsverbände?","authors":"A. Böhmer","doi":"10.5771/9783748904069-271","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-271","url":null,"abstract":"Wohlfahrtsverbände unterstützen zivilgesellschaftliches Engagement, haben ihre historischen Wurzeln im Engagement von Einzelnen oder bestimmten Milieus und sehen sich insofern befähigt, aktuelle Krisen demokratischer Praktiken und ihrer gesellschaftlichen Grundlagen mit Ansätzen zu bearbeiten, die soziale Räume insgesamt gestalten. Sie verstehen sich daher in aller Regel als Beförderer der Demokratie – auch mit den Mitteln sozialräumlicher Sozialer Arbeit. Doch ob dies wirklich so ist, bleibt zu prüfen. Und erst nach dieser Prüfung ist klar, wie sich die Wohlfahrtsverbände in den sozialen Räumen bewegen können, um demokratische Prozesse zu befördern. Ob es also geboten ist, der Vereinbarung mit den Herausgebenden entsprechend, von einer „Bringschuld“ zu sprechen, von der Notwendigkeit einer Realisierung demokratisierender Praktiken in verbandlichen Prozessen. Daher wird der vorliegende Beitrag knapp die Wohlfahrtsverbände historisch verorten (1). Anschließend soll dargestellt werden, was als Sozialraum verstanden wird und wie darin Soziale Arbeit geleistet werden kann (2). Vor diesem Hintergrund werden die Wohlfahrtsverbände in der Gemengelage einer wohlfahrtsstaatlichen Transformation als Organisationen mit besonderen Herausforderungen und Potenzialen sichtbar (3). Schließlich kann geklärt werden, wie die Möglichkeiten und Grenzen sozialräumlichen Denkens in den Wohlfahrtsverbänden zu verstehen sind und welche Konsequenzen dies für die Demokratie und ihre Beförderung haben kann (4). Insofern sollen die ersten Darstellungen nun der Herkunft der heutigen Wohlfahrtsverbände in Deutschland gewidmet sein.","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"4 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"128856103","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Autorinnen und Autoren","authors":"","doi":"10.5771/9783748904069-411","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/9783748904069-411","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":354275,"journal":{"name":"Demokratie und Wohlfahrtspflege","volume":"103 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"128896542","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}