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Abstract
Die Leitlinien zur Reanimation wurden 2003 geändert, da 2002 zwei Studien eine Prognoseverbesserung von außerhalb einer Klink reanimierten, komatösen Patienten nach Wiederherstellung eines Kreislaufs nach Kammerflimmern durch eine therapeutische milde Hypothermie erzielen konnten. Die Empfehlung, eine milde Hypothermie für 12–24 h nach Erreichen eines spontanen Kreislaufs als Therapie einzusetzen, wurde unabhängig vom vorliegenden Herzrhythmus und dem Ort der Reanimation ausgesprochen. Eine größere, 2013 veröffentliche Studie behandelte komatöse Patienten nach Herz-Kreislauf-Stillstand über mindestens 24 h mit einer Körpertemperatur von 33° C oder36° C. Beide Körpertemperaturen führten zu vergleichbaren Überlebensraten und neurologischen Erholungen. Nach Durchführung einer systematischen Literaturrecherche wird aktuell von ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation) empfohlen, komatöse Patienten nach erfolgreicher Reanimation unabhängig vom initialen Herzrhythmus und unabhängig vom Ort der Reanimation für mindestens 24 h nach Wiederherstellung des Kreislaufs im Rahmen eines Ziel-Temperatur-Managements auf eine Körpertemperatur von 32–36° C einzustellen.